In dem sieben Seiten langen Schreiben betont von der Leyen, die EU müsse in den kommenden Wochen und Monaten „hohe Wachsamkeit“ bewahren und auf mögliche neue Herausforderungen vorbereitet sein. Millionen Menschen seien bereits innerhalb ihrer Länder vertrieben worden, vor allem im Iran und im Libanon. Bislang habe der Krieg noch nicht zu einem deutlichen Anstieg der Migration in Richtung EU geführt, dies könne sich jedoch schnell ändern. Deshalb müsse die EU eng mit Staaten der Region wie der Türkei, dem Libanon und Pakistan zusammenarbeiten.
Von der Leyen verwies darauf, dass die Zahl der illegalen Grenzübertritte im Jahr 2025 um 25 Prozent gesunken sei. Mit rund 178.000 registrierten Fällen sei dies der niedrigste Wert seit fünf Jahren gewesen. Auch in diesem Jahr sei die Zahl bislang weiter zurückgegangen, die Entwicklung bleibe jedoch unsicher. Eine zentrale Voraussetzung für eine nachhaltige Migrationspolitik sei die Umsetzung des europäischen Pakts zu Migration und Asyl, der ab dem 12. Juni 2026 gelten soll.
Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen das Thema Migration bei ihrem Treffen des Europäischen Rates am Donnerstag in Brüssel beraten.
PAP/jc