Deutsche Redaktion

Inoffiziell: Warschau offenbar nicht in engerer Wahl für Sitz der EU-Zollbehörde

25.03.2026 12:11
Die Entwicklung wäre überraschend, weil Warschau im Vorfeld als einer der Favoriten galt. 
Szczyt Europy: tłumy Włochów i garstka Polaków na egzaminie do instytucji UE
Szczyt Europy: tłumy Włochów i garstka Polaków na egzaminie do instytucji UEReuters

Warschau ist im Rennen um den Sitz der neuen EU-Zollbehörde nach Informationen von Polskie Radio nicht auf die engere Auswahlliste der Mitgliedstaaten gekommen. Demnach gelten Lille und Rom als die beiden stärksten Bewerbungen, während die polnische Hauptstadt auf dem dritten Platz liegt. Offiziell bestätigt war zuletzt allerdings nur das Verfahren: Rat und Europäisches Parlament wählen am Mittwoch, 25. März 2026, jeweils zwei Kandidatenstädte aus und entscheiden anschließend in einem gemeinsamen Verfahren über den Standort.

Die Entwicklung wäre überraschend, weil Warschau im Vorfeld als einer der Favoriten galt. Zu den insgesamt neun Bewerberstädten zählen neben Warschau unter anderem Lille, Rom, Den Haag, Porto, Bukarest, Zagreb, Lüttich und Málaga. Die Europäische Kommission hatte die Bewerbungen bereits bewertet und ihre Einschätzung an die beiden EU-Gesetzgeber übermittelt.

Für das weitere Verfahren ist entscheidend, welche zwei Städte das Europäische Parlament auswählt. Taucht eine der Städte auf beiden Listen auf, ist die Entscheidung sofort gefallen. Falls beide Institutionen dieselben zwei Städte nominieren, folgen weitere Abstimmungsrunden. Der Sitz der neuen Behörde gilt als prestigeträchtig, weil er politischen Einfluss, Arbeitsplätze und eine wichtige Rolle bei der künftigen EU-Zollpolitik verspricht. Die Behörde soll die Zollzusammenarbeit in der Union koordinieren und die nationalen Verwaltungen unterstützen.

IAR/adn

"Wichtiger Schritt zu Zollunion": Warschau bewirbt sich um Sitz von neuer EU-Behörde

31.10.2025 13:42
Nach Angaben des Finanzministers erfüllt Warschau alle Voraussetzungen, um den Zuschlag zu erhalten. Polens Lage an den östlichen Grenzen der EU, die modernisierte Zollverwaltung und die enge Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung seien zentrale Argumente der Bewerbung.