Deutsche Redaktion

Polen baut elektronische Barriere an Grenze zur Ukraine

30.03.2026 15:30
An der polnisch-ukrainischen Grenze soll eine moderne elektronische Barriere entstehen, ähnlich der Anlagen an den Grenzen zu Weißrussland und Russland. Die Kosten der Investition werden auf ca. 105 Millionen Euro geschätzt.
Polen will an der Grenze zur Ukraine eine moderne elektronische Barriere errichten, um die Sicherheit zu strken und Bedrohungen im Zusammenhang mit irregulrer Migration zu bekmpfen. Das Projekt soll den Bereich der Nadbużański-Grenzschutzabteilung umfassen.
Polen will an der Grenze zur Ukraine eine moderne elektronische Barriere errichten, um die Sicherheit zu stärken und Bedrohungen im Zusammenhang mit irregulärer Migration zu bekämpfen. Das Projekt soll den Bereich der Nadbużański-Grenzschutzabteilung umfassen. wikimedia commons/Ondřej Žváček

Polen will an der Grenze zur Ukraine eine moderne elektronische Barriere errichten, um die Sicherheit zu stärken und Bedrohungen im Zusammenhang mit irregulärer Migration zu bekämpfen. Das Projekt soll den Bereich des Nadbużański-Grenzschutzabteilung umfassen. Das Auswahlverfahren für Auftragnehmer habe bereits begonnen, berichtete der private Radiosender RMF FM. Das Vorhaben sieht den Einsatz moderner Überwachungstechnologien vor. Geplant sind unterirdische Kabel zur Erfassung seismischer Erschütterungen sowie Glasfaserleitungen für die Datenübertragung und Stromkabel.
All das soll eine schnelle Reaktion auf Versuche illegaler Grenzübertritte und andere potenzielle Bedrohungen ermöglichen, was die Kontrolle der Grenze verbessern soll.

105 Millionen Euro für die Barriere. Woher kommt das Geld?
Die geschätzten Kosten der Investition belaufen sich auf rund 105 Millionen Euro. Die Finanzierung soll aus mehreren Quellen erfolgen, darunter aus dem EU-SAFE-Programm. Derzeit laufen Konsultationen zur Beschaffung der fehlenden Mittel und zur Festlegung des endgültigen Finanzierungsmodells. Verhandelt werden auch die Termine für den Arbeitsbeginn. Dem Radiosender zufolge sei das Interesse an der Ausschreibung groß, endgültige Entscheidungen hängen jedoch von der Erfüllung technischer Anforderungen und der Sicherstellung der vollständigen Finanzierung ab.

Der Bau der Barriere soll einen präventiven und strategischen Charakter haben. Die Lage an der östlichen Grenze von Polen bleibt dynamisch, zusätzliche Herausforderungen stellen Aktivitäten krimineller Gruppen und eine wachsende Zahl von Sabotageakten dar. Das neue System soll die Erkennung von Bedrohungen verbessern und schnellere Reaktionen der Einsatzkräfte ermöglichen. Zudem soll es dazu beitragen, illegale Migrations- und Schmuggelrouten einzudämmen.

RMF/forsal/ps

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