Deutsche Redaktion

Lichtinstallation erinnert an Opfer von Katyń

14.04.2026 09:59
Zum Gedenktag für die Opfer des Massakers von Katyń wurde am Montagabend der Präsidentenpalast in Warschau besonders illuminiert. Auf der Fassade waren der Schriftzug „Katyń“ sowie Worte des Dichters Zbigniew Herbert zu sehen: „Katyń ist die mächtige Stimme verstummter Chöre“.
Bild: Grzegorz Jakubowski
Bild: Grzegorz JakubowskiKPRP

Der Gedenktag für die Opfer der Katyń-Verbrechen wurde vom polnischen Parlament am 14. November 2007 eingeführt.

In der entsprechenden Resolution heißt es, der Tag solle den Opfern des Verbrechens von Katyń sowie allen durch den sowjetischen Geheimdienst NKWD ermordeten Menschen gewidmet sein. Grundlage der Morde war ein Beschluss der sowjetischen Führung vom 5. März 1940.

Während der Zeit der Volksrepublik Polen unterlagen Informationen über das Verbrechen der Zensur. Offiziell wurde die Verantwortung Deutschland zugeschrieben. Erst gegen Ende der Existenz der Sowjetunion räumten die sowjetischen Behörden die Täterschaft ein. Am 13. April 1990 bezeichneten sie das Massaker als „eines der schwersten Verbrechen des Stalinismus“.

Auf Anweisung von Michail Gorbatschow leitete die Militärstaatsanwaltschaft der Sowjetunion Ermittlungen ein. Am 14. Oktober 1992 übergab der damalige Leiter der staatlichen Archivbehörde, Rudolf Pichoja, zentrale Dokumente zu dem Verbrechen an den polnischen Präsidenten Lech Wałęsa.


PAP/jc

Provokationen in Katyń und Smoleńsk

11.04.2026 12:30
Während der Freitagsfeiern zum 86. Jahrestag des Massakers von Katyń und zum 16. Jahrestag der Katastrophe von Smoleńsk haben Provokateure versucht, den Ablauf beider Zeremonien zu stören, informierte die polnische Botschaft in Moskau.

Das Massaker von Katyń

13.04.2026 08:00
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