Deutsche Redaktion

Kulturministerin gegen Konzert von Kanye West

17.04.2026 06:40
Polens Kulturministerin lehnt die Organisation eines Konzerts von Kanye West in Polen ab. Sie verwies dabei auf umstrittene und schädliche Äußerungen des Künstlers. Der geplante Auftritt in Chorzów hat eine Debatte über die Grenzen der künstlerischen Freiheit ausgelöst.
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. In sozialen Medien betonte Kulturministerin Marta Cienkowska, die Aktivitäten und Äußerungen des Künstlers würden die Grenzen der zulässigen öffentlichen Debatte überschreiten und sollten im kulturellen Raum nicht akzeptiert werden.Jordan Strauss/Invision/East News

Kulturministerin Marta Cienkowska hat sich gegen das geplante Konzert von Kanye West im Schlesischen Stadion in Chorzów ausgesprochen. In sozialen Medien betonte sie, die Aktivitäten und Äußerungen des Künstlers würden die Grenzen der zulässigen öffentlichen Debatte überschreiten und sollten im kulturellen Raum nicht akzeptiert werden.

„Die Entscheidung, ein Konzert von Kanye West in Polen zu organisieren, ist inakzeptabel. Wir sprechen von einem Künstler, der öffentlich antisemitische Inhalte verbreitet, Verbrechen relativiert und am Verkauf von T-Shirts mit Hakenkreuzen verdient hat. Das sind keine ‚Kontroversen‘. Das ist ein bewusstes Überschreiten von Grenzen und die Normalisierung von Hass“, schrieb sie. Wie sie hinzufügte, „können wir in einem Land, das von der Geschichte des Holocaust geprägt ist, nicht so tun, als handele es sich nur um Unterhaltung. (...) Künstlerische Freiheit bedeutet nicht Zustimmung zu allem. Kultur darf kein Raum für diejenigen sein, die sie zur Verbreitung von Verachtung missbrauchen".

Kontroversen um den Künstler und den geplanten Auftritt
Kanye West, ein weltweit bekannter Rapper, soll am 19. Juni im Schlesischen Stadion in Chorzów auftreten. Seit mehreren Jahren sorgt sein Auftreten für zahlreiche Kontroversen – nicht nur wegen seiner Musik, sondern vor allem wegen öffentlicher Äußerungen. Besonders viel Kritik haben seine Beiträge in sozialen Medien ausgelöst. Darin kamen antisemitische Inhalte sowie Bezüge zur nationalsozialistischen Ideologie vor. Der Künstler stieß zudem auf scharfe Reaktionen der Öffentlichkeit, nachdem er Produkte mit NS-Symbolik in den Verkauf gebracht und sich positiv über Adolf Hitler geäußert hatte.

PR24/GW/ps

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