Deutsche Redaktion

Tödlicher Bärenangriff in den Bieszczady

24.04.2026 12:12
Nach dem tödlichen Angriff eines Braunbären im Südosten Polens hat ein Experte eine intensivere Erforschung der gesamten Population gefordert. Der letzte tödliche Bärenangriff auf einen Menschen in der Tatra sei im Jahr 1927 verzeichnet worden, erinnerte Tomasz Zwijacz-Kozica vom Tatrzański Park Narodowy (TPN).
Niedźwiedź zaatakował kobietę (zdjęcie ilustracyjne)
Niedźwiedź zaatakował kobietę (zdjęcie ilustracyjne)Mateusz Kotowicz/East News

Am Donnerstag war in einem Wald nahe der Ortschaft Płonna in den Bieszczady eine 58-jährige Frau von einem Bären tödlich verletzt worden. Die genauen Umstände werden derzeit von der Staatsanwaltschaft untersucht.

Zwijacz-Kozica betonte, dass die Größe der Population nicht direkt mit dem Risiko für Menschen gleichzusetzen sei. Präzise Daten über Anzahl und Aufenthaltsorte der Tiere ermöglichten jedoch ein besseres Management sowohl des Artenschutzes als auch der Sicherheit.

„Je genauer die Daten, desto besser können wir die Population steuern. Die reine Zahl der Tiere sagt aber nichts unmittelbar über die Sicherheit aus“, sagte der Experte. Als Beispiel nannte er das Jahr 1927, als es trotz einer sehr kleinen Bärenpopulation zum bislang letzten tödlichen Angriff in der Tatra kam.

Zuletzt wurden genetische Untersuchungen der Population unter anderem 2013 und 2023 durchgeführt. Derzeit laufen weitere Analysen im Rahmen des Projekts „Drapieżne pogranicze“, das ursprünglich landesweit angelegt war.

In der Tatra greifen die Behörden bei auffälligen Tieren, die sich menschlichen Siedlungen nähern, zu präventiven Maßnahmen. Problematische Bären werden mit Senderhalsbändern ausgestattet und überwacht sowie bei Bedarf etwa mit Gummigeschossen vergrämt.

Die gesamte westkarpatische Population, zu der auch die Tatra-Bären gehören, wird auf etwa 1000 bis 1500 Individuen geschätzt.

 

IAR/jc

Ein Ausflug in das Bieszczady-Gebirge der 60-er Jahre

16.12.2020 13:59
Ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit mit Halina Korszyńska.

Ausgestorbene Pflanze entdeckt: Kiel-Lauch-Fund in Südpolen

09.08.2023 10:04
Die Biologin Jolanta Harna soll auf einer Wiese in der Nähe von Osławica, einem Dorf in der Gemeinde Komańcza an der Grenze zwischen den Niederen Beskiden und den Bieszczady-Bergen, eine Pflanze gefunden haben, die in Polen seit fast 100 Jahren als ausgestorben gilt. Es handele sich um den Kiel-Lauch, berichtet die regionale Tageszeitung "Nowiny". 

Seltenes Phänomen auf dem Tatra-Wanderweg! Tourist filmt "kriechende Wurzeln"

26.07.2024 06:58
Früher galt der Anblick von "kriechenden Wurzeln" als Unglücksbringer. Heutzutage sorgen sie immer noch für Verwunderung, lösen jedoch eher Ekel als Angst aus. Kürzlich wurden sie auf einem Tatra-Wanderweg gesichtet. Was ist dieses Phänomen? 

Die Bären sind los!

10.03.2026 09:20
Der Anstieg der Temperaturen und die Schneeschmelze haben sie aus dem Winterschlaf geweckt.