Deutsche Redaktion

Israel kritisiert Ausschluss von Biennale in Venedig

28.04.2026 09:17
Das israelische Außenministerium hat den Ausschluss Israels vom Wettbewerb der diesjährigen Kunstbiennale in Venedig scharf kritisiert. Die Entscheidung der internationalen Jury sei eine „Vergiftung der Kunstwelt“, hieß es in einer Stellungnahme auf der Plattform X.
Wenecja (zdj. ilustracyjne)
Wenecja (zdj. ilustracyjne)WOJCIECH STROZYK/REPORTER/EastNews

Konkret geht es um den Ausschluss des israelischen Künstlers Bela-Simion Fainaru. Das Ministerium wirft der Jury vor, das traditionsreiche Kunstevent politisch instrumentalisiert zu haben. Aus einer offenen Plattform für künstlerische Freiheit sei ein Ort „antii­sraelischer politischer Indoktrination“ geworden.

Neben Israel wurde auch Russland vom Wettbewerb ausgeschlossen. Die Jury begründete dies damit, dass Länder nicht berücksichtigt würden, deren politische Führung derzeit vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt ist.

In einer gemeinsamen Erklärung betonten die Jury-Mitglieder um die Vorsitzende Solange Farkas, das Biennale habe auch die Aufgabe, sich mit den drängenden Fragen der Gegenwart auseinanderzusetzen. Dabei verwiesen sie auf das Spannungsverhältnis zwischen künstlerischer Arbeit und staatlicher Repräsentation.

Die 61. Kunstbiennale in Venedig findet vom 9. Mai bis zum 22. November statt.

PAP/jc 

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