Deutsche Redaktion

TV Doschd: Putin imitiert politisches Tauwetter, um sinkende Umfragewerte aufzufangen

28.04.2026 10:54
Der Kremlchef erklärte, man solle sich nicht allein auf Verbote, Einschränkungen und neue Strafen konzentrieren. Unabhängige Kommentatoren vermuten hinter der weicheren Rhetorik den Versuch, sinkende Zustimmung und schwindendes Vertrauen aufzufangen.
Der russische Prsident Wladimir Putin (Mitte) besucht am 27. April 2026 den multifunktionalen Sportkomplex der Olympischen Nachwuchssportschule Anatoli Rachlin in St. Petersburg, Russland. EPAGAVRIIL GRIGOROVSPUTNIKKREMLIN POOL  POOL MANDATORY CREDIT Quelle: PAPEPA.
Der russische Präsident Wladimir Putin (Mitte) besucht am 27. April 2026 den multifunktionalen Sportkomplex der Olympischen Nachwuchssportschule „Anatoli Rachlin“ in St. Petersburg, Russland. EPA/GAVRIIL GRIGOROV/SPUTNIK/KREMLIN POOL / POOL MANDATORY CREDIT Quelle: PAP/EPA.EPA/GAVRIIL GRIGOROV/SPUTNIK/KREMLIN POOL / POOL MANDATORY CREDIT

Wladimir Putin hat vor russischen Parlamentariern eine mildere politische Tonlage angeschlagen — unabhängige russische Medien sehen darin jedoch vor allem eine taktische Inszenierung. Der Kremlchef erklärte, man solle sich nicht allein auf Verbote, Einschränkungen und neue Strafen konzentrieren. Solche Dinge seien vorübergehend, „Russland ist ewig“.

Der unabhängige Sender TV Doschd stellte diese Aussage in Kontrast zur Politik des Präsidenten. Der Kommentator Dmitri Oreschkin sagte, Putin selbst stehe für die Verbote, für die Repressionen, für die Stärkung der Sicherheitsdienste und für den Krieg. Auch die sozialen, demografischen und wirtschaftlichen Probleme Russlands seien mit seiner Herrschaft verbunden.

Oreschkin sagte, Putin rede über diese Probleme so, als habe er selbst nichts damit zu tun. Unabhängige Kommentatoren vermuten hinter der weicheren Rhetorik den Versuch, sinkende Zustimmung und schwindendes Vertrauen aufzufangen.

IAR/adn


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