Deutsche Redaktion

Selenskyj: Russische Angriffe bringen keinen Frieden näher

14.05.2026 09:46
Der ukrainische Präsident Wołodymyr Selenskyj hat die massiven russischen Luftangriffe der vergangenen Nacht scharf verurteilt. Hunderte Drohnen und Dutzende Raketen würden den Frieden „nicht näherbringen“, erklärte Selenskyj am Donnerstag in sozialen Netzwerken. Ziel der Angriffe sei ausschließlich zivile Infrastruktur gewesen.
Wojna w Ukrainie
Wojna w UkrainieSERGEI SUPINSKY/AFP/East News

Nach Angaben des Präsidenten setzte Russland in der Nacht mehr als 670 Kampfdrohnen und 56 Raketen gegen die Ukraine ein, darunter ballistische Raketen sowie Marschflugkörper. Insgesamt seien seit Beginn des Vortages mehr als 1560 Drohnen gegen ukrainische Städte und Gemeinden eingesetzt worden.

„Das sind ganz sicher nicht die Handlungen von Menschen, die glauben, dass sich der Krieg seinem Ende nähert“, erklärte Selenskyj.

Besonders schwer getroffen wurde demnach die Hauptstadt Kiew. Dort schlug eine Drohne in ein achtstöckiges Wohnhaus ein und zerstörte ein Treppenhaus vollständig. Nach Angaben des Präsidenten konnten Dutzende Menschen gerettet werden, mindestens eine Person kam ums Leben. Weitere Menschen könnten noch unter den Trümmern eingeschlossen sein.

Insgesamt seien in Kiew Schäden an 20 Orten registriert worden. Betroffen waren laut Selenskyj Wohngebäude, eine Schule und eine Tierklinik. Auch in der Region Kiew sowie in anderen Teilen des Landes wurden Schäden gemeldet. Russische Angriffe trafen unter anderem Energieinfrastruktur in Krementschuk sowie Hafen- und Wohngebiete in Tschornomorsk.

Selenskyj forderte die internationalen Partner der Ukraine auf, auf die Angriffe zu reagieren und die ukrainische Luftverteidigung weiter zu unterstützen. 


IAR/jc