Deutsche Redaktion

Mindestens 21 Tote nach russischem Großangriff auf Kiew

15.05.2026 06:35
Nach dem schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 21 gestiegen. Unter den Opfern seien auch drei Kinder, teilte der ukrainische Katastrophenschutz am Freitag mit. 57 Menschen wurden demnach verletzt, 27 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Ratownicy poszukują ludzi pod gruzami budynku mieszkalnego w Kijowie
Ratownicy poszukują ludzi pod gruzami budynku mieszkalnego w KijowieReuters

Besonders schwer betroffen war der Stadtteil Darnyzja, wo nach einem Drohnenangriff ein Teil eines achtstöckigen Wohnhauses einstürzte. Rettungskräfte suchten weiterhin nach möglichen Verschütteten unter den Trümmern.

Bürgermeister Witali Klitschko erklärte den Freitag zum Trauertag in der ukrainischen Hauptstadt. Öffentliche Veranstaltungen wurden abgesagt, Flaggen sollen auf Halbmast gesetzt werden.

Der ukrainische Präsident Wołodymyr Selenskyj erklärte, Russland habe bei den Angriffen vermutlich auch Raketen vom Typ Ch-101 eingesetzt. Ziel seien unter anderem Wohnhäuser, Energieanlagen und Eisenbahninfrastruktur gewesen.

Nach Angaben des Präsidenten setzte Russland seit Mittwoch mehr als 1560 Drohnen gegen die Ukraine ein. Allein in der Nacht auf Donnerstag seien über 670 Kampfdrohnen und 56 Raketen abgefeuert worden.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte auf der Plattform X, die jüngsten Angriffe seien „ein klares Signal“, dass Moskau „Eskalation statt Verhandlungen“ wähle. Deutschland stehe weiterhin an der Seite der Ukraine.

 

IAR/jc