Deutsche Redaktion

Neue EU-Sanktionen: Kyrill, Banken und Schattenflotte im Visier

10.06.2026 11:25
Besonders weitreichend ist der Vorschlag, allen Personen die Einreise in die EU zu verbieten, die seit Beginn der großangelegten Invasion in den russischen Streitkräften gedient haben.
Minister Sikorski: patriarcha Cyryl powinien być objęty sankcjami UE
Minister Sikorski: patriarcha Cyryl powinien być objęty sankcjami UEOleg Varov/Associated Press/East News

Die Europäische Kommission will mit dem 21. Sanktionspaket gegen Russland den Druck auf Moskau erhöhen und zugleich auf hybride Bedrohungen in der EU reagieren. Nach Recherchen der Brüsseler Korrespondentin des Polnischen Rundfunks soll auch Patriarch Kyrill, das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, auf die Sanktionsliste gesetzt werden. Zuvor hatte Ungarn einen solchen Schritt blockiert. Insgesamt umfasst der Entwurf mehr als 40 Personen sowie mehr als 130 Firmen und Einrichtungen.

Das Paket ist noch ein Vorschlag. Die Mitgliedstaaten müssen einstimmig zustimmen. Vorgesehen sind Sanktionen gegen Rüstungsfirmen, Drohnenhersteller, Banken, Propagandisten, Energieunternehmen und weitere 30 Schiffe der russischen Schattenflotte. Auch ein fester Preisdeckel für russisches Öl ist geplant.

Besonders weitreichend ist der Vorschlag, allen Personen die Einreise in die EU zu verbieten, die seit Beginn der großangelegten Invasion in den russischen Streitkräften gedient haben.

Experten des Polnischen Instituts für Internationale Angelegenheiten sehen darin einen sicherheitspolitisch wichtigen Schritt. Sie verweisen auf eine wachsende Zahl von Sabotageakten in Europa, bei denen Russland nach ihrer Einschätzung auf Rekrutierung, kleine Geldzahlungen und kriminelle Netzwerke setzt.

IAR/adn


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