Mit Blick auf die Festnahme von Aktivisten der sogenannten Grenzschutzbewegung „Ruch Obrony Granic“ in Deutschland betonte Kosiniak-Kamysz, polnische Staatsbürger könnten unabhängig von ihrer politischen Haltung auf konsularischen Beistand zählen. Zugleich kritisierte er Aktionen, die seiner Ansicht nach darauf abzielten, die Beziehungen Polens zu seinen Verbündeten zu beschädigen.
Besonders scharf wandte sich der Minister gegen die Verwendung christlicher Symbole für politische Zwecke. Wer sich auf christliche Werte berufe, dürfe das Kreuz nicht als Instrument politischer Kampagnen missbrauchen, sagte er.
Am Dienstag hatte eine Gruppe von Aktivisten der Bewegung versucht, ein großes Holzkreuz an einem provisorischen Denkmal für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung im Zentrum Berlins aufzustellen. Nach Angaben der Berliner Polizei versammelten sich rund 15 Personen vor dem Reichstagsgebäude. Ein geplanter Marsch zum sogenannten Polnischen Gedenkstein sei von den Sicherheitskräften untersagt worden.
Die Bewegung „Ruch Obrony Granic“ engagiert sich nach eigenen Angaben gegen irreguläre Migration und organisiert seit Wochen Aktionen an der deutsch-polnischen Grenze. Ihr prominentester Vertreter ist der rechtsnationale Aktivist Robert Bąkiewicz.
PAP/jc