Deutsche Redaktion
Folge uns auf Google

Folge uns auf Google, um unsere News immer ganz oben zu sehen.

"Erster Fonds dieser Art in Europa". Polen lenkt EU-Wiederaufbaumittel in Sicherheitsfonds um

09.07.2026 11:50
Polen lenkt rund 23 Milliarden Złoty aus EU-Wiederaufbaumitteln in Sicherheits- und Resilienzprojekte. Die Regierung sieht darin einen europäischen Präzedenzfall – gefördert werden nicht nur Rüstung, sondern auch Kommunen, Zivilschutz, Cybersicherheit und kritische Infrastruktur.
Der stellvertretende Ministerprsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz (rechts), die stellvertretende Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka (links) und der Vorstandsvorsitzende von Chrobry S.A., Arkadiusz Sułek (Mitte), whrend einer Pressekonferenz in den Werken von PIT-RADWAR S.A. in Warschau am 9. dieses Monat
Der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz (rechts), die stellvertretende Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka (links) und der Vorstandsvorsitzende von Chrobry S.A., Arkadiusz Sułek (Mitte), während einer Pressekonferenz in den Werken von PIT-RADWAR S.A. in Warschau am 9. dieses MonatPAP/Radek Pietruszka

Polen richtet einen neuen Fonds für Sicherheits- und Resilienzprojekte ein und nutzt dafür rund 23 Milliarden Złoty aus EU-Corona-Wiederaufbaumitteln. Der Fonds für Sicherheit und Verteidigung wird aus dem polnischen Wiederaufbauplan KPO finanziert, der Teil der europäischen Wiederaufbau- und Resilienzfazilität ist.

Damit werden Mittel aus dem Wiederaufbauinstrument stärker auf Sicherheitsinfrastruktur, Zivilschutz und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit ausgerichtet. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz sprach in Warschau von einem Schritt ohne Vorbild in Europa. „Aus Mitteln des KPO haben wir 23 Milliarden Złoty umgewidmet, um den Fonds für Sicherheit und Verteidigung aufzubauen, den ersten Fonds dieser Art in Europa“, sagte er.

Antragsberechtigt sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums Kommunen und Unternehmen. Gefördert werden sollen unter anderem Bevölkerungsschutz, Infrastruktur mit zivilem und militärischem Nutzen, Cybersicherheit, die Kontinuität kritischer Dienste sowie Investitionen in polnische Firmen, darunter auch in die Verteidigungsindustrie. 

"Polen verändert die EU von innen"

Die stellvertretende Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka betonte, Polen verändere die Europäische Union „von innen“. Nach dem von Polen initiierten SAFE-Programm sei der neue Fonds der nächste Schritt. „Der zweite Schritt der Veränderung der EU von innen ist der Fonds für Sicherheit und Verteidigung“, erklärte sie.

Nach ihren Angaben sollen Gelder auch in Straßen, Bahnverbindungen und kleinere Unternehmen fließen. Besonders berücksichtigt werden sollen Kommunen im Bereich des sogenannten „Schutzschilds Ost“, also an Polens östlicher Flanke. Kosiniak-Kamysz sagte, Polen brauche „Schild und Schwert“, um sich verteidigen und zugleich abschrecken zu können.

PAP/adn

Polen erhält EU-Zustimmung für milliardenschweren Sicherheitsfonds

23.05.2025 10:18
Die Mittel sollen umfassend in die zivile Schutzinfrastruktur – darunter Schutzräume, Brunnen sowie Wasser- und Verkehrsnetze – investiert werden. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Ausbau der polnischen Rüstungsindustrie, Stahlwerke sowie auf Infrastrukturen mit doppeltem Nutzen wie Straßen, Gleise, Landeplätze und Flughäfen.

EU-Kommission billigt 7,2 Milliarden Euro aus dem Wiederaufbaufonds für Polen

23.04.2026 16:30
Die Kommission hat „Polens vierten Zahlungsantrag“ im Rahmen des nationalen Aufbauplans positiv bewertet, nachdem „30 Meilensteine und 13 Zielvorgaben“ zufriedenstellend erreicht worden seien.

EU sagt Milliardenhilfe für Ukraine zu

25.06.2026 11:13
Zum Auftakt der internationalen Ukraine-Wiederaufbaukonferenz (Ukraine Recovery Conference) in Gdańsk/Danzig hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen neue milliardenschwere Hilfen für die Ukraine angekündigt. Noch am Donnerstag werde eine erste Tranche von 3,2 Milliarden Euro aus dem neuen EU-Kreditprogramm in Höhe von insgesamt 90 Milliarden Euro ausgezahlt. In den kommenden Tagen sollen zudem sechs Milliarden Euro für die ukrainische Drohnenproduktion bereitgestellt werden.