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Tusk kündigt Obergrenze für Ärztegehälter an

21.07.2026 16:30
Nach Einführung des von der Regierung geplanten Höchststundensatzes von 55 Euro sollen Ärzte monatlich maximal rund 17.700 Euro brutto verdienen können. Polens Regierungschef bezeichnete die vorgesehene Obergrenze als „respektabel“.
Polens Ministerprsident hat eine Obergrenze fr die Vergtung von rzten angekndigt. Vor Beginn der Kabinettssitzung am Dienstag erklrte Donald Tusk, die Obergrenze entspreche dem 16-Fachen des gesetzlichen Mindestlohns. Ihm zufolge wrden einige rzte derzeit hhere Einkommen erzielen.
Polens Ministerpräsident hat eine Obergrenze für die Vergütung von Ärzten angekündigt. Vor Beginn der Kabinettssitzung am Dienstag erklärte Donald Tusk, die Obergrenze entspreche dem 16-Fachen des gesetzlichen Mindestlohns. Ihm zufolge würden einige Ärzte derzeit höhere Einkommen erzielen. PAP/Paweł Supernak

Polens Ministerpräsident hat eine Obergrenze für die Vergütung von Ärzten angekündigt. Vor Beginn der Kabinettssitzung am Dienstag erklärte Donald Tusk, die Obergrenze entspreche dem 16-Fachen des gesetzlichen Mindestlohns. Ihm zufolge würden einige Ärzte derzeit höhere Einkommen erzielen. Dies sei jedoch Ausdruck eines „unkontrollierten“ Vergütungssystems und nicht einer angemessenen Bezahlung. Nach Einführung des von der Regierung geplanten Höchststundensatzes von 55 Euro sollen Ärzte monatlich maximal rund 17.700 Euro brutto verdienen können. Die vorgesehene Obergrenze bezeichnete er als „respektabel“.

Die Reform weite zudem die Arbeitszeitbegrenzung auf Ärzte mit Honorar- oder Vertragsverhältnissen ausz. Bislang gelten entsprechende Vorschriften nur für fest angestellte Ärzte. Künftig sollen auch Vertragsärzte höchstens im Umfang von zwei Vollzeitstellen arbeiten dürfen. Tusk begründete die Regelung mit dem Patientenschutz und der Vermeidung von Missbrauch.

Tusk verwies auf Fälle, in denen Ärzte mehr Arbeitsstunden abgerechnet hätten, als ein Tag überhaupt habe. Zudem soll die Vergütung, die sich prozentual am Wert medizinischer Leistungen orientiere – von denen einige besonders kostspielig seien –, abgeschafft werden. „Medizin ist kein rücksichtsloses Geschäft“, sagte Tusk. Das bisherige Abrechnungsmodell habe zu Situationen geführt, die angesichts von Stundenlöhnen in Höhe von mehreren Tausend Złoty zu Recht Empörung ausgelöst hätten.

Nach Angaben des Ministerpräsidenten soll das Gesetzespaket Anfang September ins Parlament eingebracht werden. Vier Entwürfe für Durchführungsverordnungen, die noch vor den Gesetzesänderungen verabschiedet werden sollen, wurden bereits zur Konsultation vorgelegt. Die Gesundheitsreform war das zentrale Thema der Kabinettssitzung am Dienstag, bei der Gesundheitsministerin Jolanta Sobierańska-Grenda die Minister über die geplanten Änderungen informiert hat.

PAP/PR/ps

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