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Polnische Archäologen starten Forschungsmission im Serengeti-Nationalpark

23.07.2026 10:07
Ein polnisches Archäologenteam hat im tansanischen Serengeti-Nationalpark eine groß angelegte Forschungsmission begonnen. Wissenschaftler der Universität Wrocław/Breslau und der Polnischen Akademie der Wissenschaften wollen dort in den kommenden zwei Monaten nach Spuren früher menschlicher Besiedlung sowie nach Hinweisen auf das Verhältnis zwischen Mensch, Tier und Umwelt suchen.
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Die Untersuchungen finden in einer Region statt, die als eine der Wiegen der Menschheit gilt. Der Serengeti-Nationalpark liegt unweit der Olduvai-Schlucht, einer der bedeutendsten Fundstätten der Menschheitsgeschichte, an der Überreste früher Homininen entdeckt wurden.

Dies ist die erste polnische Forschungsmission dieser Größenordnung. Ziel der Expedition ist es, Spuren früher Besiedlung zu entdecken und die Beziehungen zwischen Menschen, Tieren und ihrer Umwelt in einer der wertvollsten Landschaften Afrikas zu rekonstruieren“, erklärte Expeditionsleiterin Marta Osypińska von der Universität Breslau.

Bereits bei einer Erkundung vor zwei Jahren registrierten die Wissenschaftler 30 archäologische Fundstellen mit großem Forschungspotenzial. Dabei entdeckten sie unter anderem bislang unbekannte Felsmalereien, Tierknochen, Keramikfragmente und Steinwerkzeuge. Die Malereien zeigen Menschen, Tiere und Schilde der Massai.

An der Mission beteiligen sich neben Forschern aus Polen auch Wissenschaftler aus Tschechien sowie der Universität Daressalam. Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Tanzania Wildlife Research Institute und der Nationalparkverwaltung TANAPA.

Die Arbeiten stellen das internationale Team auch logistisch vor große Herausforderungen. Sämtliche Ausrüstung für die 17-köpfige Expedition muss in das abgelegene Forschungsgebiet im Herzen der Serengeti transportiert werden. Zudem arbeiten die Archäologen in einem der artenreichsten Ökosysteme der Erde – zwischen riesigen Herden von Gnus und Zebras sowie in unmittelbarer Nähe von Elefanten, Flusspferden, Hyänen, Leoparden und Löwen.



IAR/PAP/jc

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