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Polizei fahndet nach mutmaßlichem Attentäter von Berliner CSD

26.07.2026 11:04
Nach dem tödlichen Angriff auf die Christopher Street Day-Parade (CSD) in Berlin fahndet die Polizei öffentlich nach einem 21 Jahre alten Tatverdächtigen. Die Ermittler veröffentlichten am Sonntag ein Foto des Mannes und warnten davor, ihn selbst anzusprechen.
Die Polizei fahndet nach Abdul Ballout
Die Polizei fahndet nach Abdul BalloutPAP/EPA/CLEMENS BILAN

Nach bisherigen Erkenntnissen soll Abdul Ballout mit einem Auto in eine Menschenmenge gefahren sein. Anschließend soll er mehrere Teilnehmer der Veranstaltung mit einem Messer angegriffen haben. Eine Frau kam ums Leben, mindestens 16 weitere Menschen wurden verletzt, acht von ihnen schwer.

Die Polizei beschrieb den Gesuchten als etwa 1,90 Meter groß und schlank mit schwarzen Haaren. Zum Tatzeitpunkt habe er einen schwarzen Kapuzenpullover und eine weiße Hose getragen. Die Behörden gehen davon aus, dass der Mann bewaffnet und gefährlich sein könnte.

Nach Angaben der Berliner Polizei ist der Verdächtige den Sicherheitsbehörden bereits bekannt und wird dem islamistischen Milieu zugerechnet. Zu einem möglichen Tatmotiv machten die Ermittler zunächst keine weiteren Angaben.

„Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, hatte Polizeisprecher Florian Nath zuvor erklärt. Nach einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur wurde der Verdächtige erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen.

Der Angriff ereignete sich am Samstagabend im Berliner Tiergarten am Ende der CSD-Parade. Nach der Tat wurde die Veranstaltung abgebrochen und das Gelände geräumt.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sprach von einem Angriff auf die Freiheit und das offene Zusammenleben der Stadt. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, alles zu tun, um den Täter zu fassen und zur Rechenschaft zu ziehen.


IAR/jc