Deutsche Redaktion
Folge uns auf Google

Folge uns auf Google, um unsere News immer ganz oben zu sehen.

Gedenken an die Soldaten des AK-Verbandes „Żywiciel“ in Warschau

27.07.2026 09:55
Mit einem militärischen Ehrenappell, einer Salve und Kranzniederlegungen ist im Warschauer Stadtteil Żoliborz der Soldaten des AK-Verbandes „Żywiciel“ gedacht worden. Die Gedenkfeier fand wenige Tage vor dem 82. Jahrestag des Warschauer Aufstands statt. In Żoliborz hatten die Kämpfe am 1. August 1944 bereits mehrere Stunden vor dem offiziellen Beginn des Aufstands um 17.00 Uhr begonnen.
Apel pamięci pod Pomnikiem Poległych Powstańców obwodu AK Żywiciel
Apel pamięci pod Pomnikiem Poległych Powstańców obwodu AK "Żywiciel"Facebook/Kompania reprezentacyjna Wojska Polskiego

An der Zeremonie am Denkmal der Soldaten des Verbandes „Żywiciel“ nahmen ehemalige Aufständische, Veteranenverbände, Pfadfinder sowie zahlreiche Einwohner der Hauptstadt teil.

Der ehemalige Kämpfer Jakub Tomasz Nowakowski („Tomek“) vom Verband „Żniwiarz“ bezeichnete den Aufstand trotz seiner militärischen Niederlage als moralischen Sieg. „Wir dürfen unseren Aufstand nicht als Niederlage betrachten. Formal wurde er zwar verloren, tatsächlich aber hat er gesiegt“, sagte er.

In einem Grußwort des Warschauer Oberbürgermeisters Rafał Trzaskowski hieß es, die Aufständischen hätten für Freiheit, Würde und die Zukunft gekämpft. Der Aufstand sei zwar militärisch aussichtslos gewesen, habe sich aber als „Sieg des Geistes“ erwiesen. Es sei Aufgabe der heutigen Generation, die Erinnerung an die Ereignisse von 1944 und ihre Bedeutung weiterzutragen.

Während der Gedenkfeier wurden die Namen der im vergangenen Jahr verstorbenen Veteranen des Verbandes verlesen. Nach einem Totengebet folgten der traditionelle Appell der Gefallenen und eine Ehrensalve.

Während des Warschauer Aufstands war Żoliborz weitgehend vom Stadtzentrum abgeschnitten und entwickelte sich zu einer eigenständig organisierten Enklave, die als „Republik Żoliborz“ bekannt wurde. Die Verteidigung des Stadtteils dauerte bis zum 30. September 1944. Rund 1.500 Soldaten der Heimatarmee gerieten nach der Kapitulation in deutsche Kriegsgefangenschaft.

 

IAR/jc

Moralische Aufgabe

01.08.2025 20:52
Der Warschauer Aufstand 1944 sollte auch als eine moraliche Aufgabe verstanden werden, denn die Auseinandersetzung mit den Ereignissen von vor über 80 Jahren bringt Antworten auf heikle Fragen der Gegenwart.

Erinnerungen einer Warschauer Aufständischen erscheinen als Buch

23.07.2026 09:58
Die Erinnerungen der Warschauer Aufständischen und Pianistin Danuta Dworakowska sind erstmals als Buch erschienen. Die Autobiografie mit dem Titel „Pianistka. Między dzieciństwem a zdziecinnieniem” („Die Pianistin. Zwischen Kindheit und Kindlichkeit“) ist die erste Buchveröffentlichung der Geschichtskampagne „BohaterON – Schalte die Geschichte ein!“.