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Ausstellung über Edward Dwurnik im Museum für Moderne Kunst in Warschau

27.07.2026 10:13
Das Museum für Moderne Kunst (MSN) in Warschau zeigt ab dem 31. Juli die Ausstellung „Edward Dwurnik. Stolz und Scham“. Die Schau widmet sich dem Werk eines der bedeutendsten polnischen Maler der Nachkriegszeit und beleuchtet dessen Auseinandersetzung mit sozialem Aufstieg und gesellschaftlichem Wandel in Polen.
Edward Dwurnik, Klęska urodzaju (z cyklu Obrazy duże), 1977 r.
Edward Dwurnik, Klęska urodzaju (z cyklu Obrazy duże), 1977 r.Foto: farby akrylowa i olejna na płótnie, Muzeum Narodowe w Krakowie, z archiwum Fundacji

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Arbeiten aus den 1970er- bis 1990er-Jahren, darunter die Zyklen „Sportowcy“ (Sportler) und „Robotnicy“ (Arbeiter). Nach Angaben des Museums versteht sich die Ausstellung nicht nur als Retrospektive, sondern auch als Versuch, Dwurniks Werk vor dem Hintergrund der sozialen und emotionalen Umbrüche in Polen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts neu zu lesen.

Edward Dwurnik (1943–2018) beschrieb seine Biografie häufig als Geschichte eines sozialen Aufstiegs. Der Sohn eines Handwerkers aus Radzymin war der Erste in seiner Familie mit einem Hochschulabschluss. Nach eigenen Angaben bewahrte ihn die Malerei davor, einen anderen Lebensweg einzuschlagen. Als Kunststudent reiste er 1965 per Anhalter durch die Provinz, um Alltagsszenen und Menschen zu porträtieren. Sein Ziel sei es gewesen, das Leben gewöhnlicher Polen festzuhalten, mit denen er sich trotz seines gesellschaftlichen Aufstiegs weiterhin verbunden fühlte.


Mit mehr als 8.000 Gemälden und über 20.000 Arbeiten auf Papier zählt Dwurnik zu den produktivsten und bekanntesten Künstlern Polens. Seine oft detailreichen und gesellschaftskritischen Werke dokumentieren über Jahrzehnte hinweg den Wandel des Landes.

Kuratiert wird die Ausstellung von Łukasz Ronduda. Sie ist ab dem 31. Juli im Museum für Moderne Kunst in Warschau für die Öffentlichkeit zugänglich.


IAR/jc