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Russischer Luftangriff auf Kiew – Polen lässt Kampfjets aufsteigen

30.07.2026 06:36
Nach einem nächtlichen russischen Raketenangriff auf die Ukraine hat Polen vorsorglich Kampfjets in den Luftraum geschickt. Außerdem wurde in der Stadt Lublin sowie in Teilen der Woiwodschaft Lublin das Frühwarn- und Alarmsystem aktiviert.
Rauch und Flammen steigen aus brennenden Fahrzeugen an der Einschlagstelle einer russischen Rakete auf. Das Bild entstand am 26. Juli 2026.
Rauch und Flammen steigen aus brennenden Fahrzeugen an der Einschlagstelle einer russischen Rakete auf. Das Bild entstand am 26. Juli 2026.State Emergency Service Ukraine

Nach Angaben des ukrainischen Bürgermeisters von Kiew, Witali Klitschko, wurde die Hauptstadt mit ballistischen Raketen angegriffen. Er rief die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen, und berichtete über mehrere Brände. Ukrainischen Medien zufolge kamen bei den Angriffen mindestens sieben Menschen ums Leben, darunter zwei Kinder. Mindestens 15 weitere Menschen wurden verletzt.

Das Operative Kommando der polnischen Streitkräfte erklärte, wegen der Aktivitäten russischer Langstreckenflugzeuge, hätten polnische und verbündete Kampfjets den Einsatz aufgenommen.

In Lublin heulten gegen 3.50 Uhr die Sirenen. Rund zehn Minuten später wurde der Alarm wieder aufgehoben. Nach Angaben des Sprechers des Woiwoden beruhte die Warnung auf Informationen über einen möglichen Luftangriff im Zusammenhang mit den russischen Attacken auf die Westukraine. Ob der polnische Luftraum verletzt wurde, wollte er nicht kommentieren.

Bereits am Mittwochabend hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einem möglichen großangelegten russischen Luftangriff gewarnt und die internationale Gemeinschaft erneut aufgefordert, zusätzliche Luftverteidigungssysteme und Patriot-Raketen bereitzustellen.