Nach den jüngsten Daten des Statistischen Hauptamts (GUS) beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung eines 2025 geborenen Jungen 75,37 Jahre und die eines Mädchens 82,48 Jahre. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 0,4 beziehungsweise 0,2 Jahre.
Derzeit können Frauen in Polen mit 60 Jahren und Männer mit 65 Jahren in Rente gehen. Nach Angaben der Expertin wird die durchschnittliche Rente künftig sinken, wenn die Menschen weiterhin im gleichen Alter aus dem Berufsleben ausscheiden. Das angesparte Rentenkapital müsse aufgrund der höheren Lebenserwartung auf einen längeren Zeitraum verteilt werden. Nach Daten der Sozialversicherungsanstalt ZUS steigt die Rente mit jedem zusätzlichen Arbeitsjahr um etwa acht bis zwölf Prozent.
Die Expertin hält eine Debatte über das Renteneintrittsalter für unvermeidlich, auch wenn sie derzeit politisch schwierig sei. Mehrere europäische Länder wie Dänemark erhöhten ihre Altersgrenzen bereits entsprechend den demografischen Entwicklungen.
Nach Angaben des Statistischen Hauptamts lebten 2024 in Polen rund 7,39 Millionen Rentner, was knapp einem Fünftel der Bevölkerung entspricht. Prognosen der Sozialversicherungsanstalt zufolge dürfte ihre Zahl bis 2060 auf rund 10,6 Millionen steigen.
PAP/jc