In Polen besuchen Soldaten im Rahmen des Programms „Edukacja z wojskiem“ ("Bildung mit dem Militär") rund 2.800 Schulen. Kinder und Jugendliche sollen dort lernen, wie sie sich in Krisensituationen verhalten — vom militärischen Konflikt bis zu Überschwemmungen, Stürmen und anderen Naturgefahren.
Das Projekt wird gemeinsam vom Bildungs- und Verteidigungsministerium organisiert und richtet sich an Grund- und weiterführende Schulen. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz sagte, Jugendliche sollten auf die ernsthaftesten Situationen vorbereitet werden. Bildungsministerin Barbara Nowacka erklärte, die Schüler sollten erfahren, wie sie Gefahren melden, Schutz suchen und Erste Hilfe leisten.
Nowacka verband das Programm ausdrücklich mit dem Kampf gegen Desinformation. In Zeiten von Fake News, Lügen und Manipulation sei verlässliches Wissen zentral — vermittelt von Soldaten als Personen mit hohem öffentlichen Vertrauen. Die fünfte Ausgabe des Programms läuft bis zum 25. Juni. Pro Schule sind drei Unterrichtsstunden vorgesehen.
IAR/adn