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EU und USA würdigen Kämpfer des Warschauer Aufstands. „Ihre Geschichte ist die Geschichte Europas“

02.08.2026 12:00
Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, hat den Teilnehmer des Warschauer Aufstands, Jan Antoni Witkowski, als europäischen Helden bezeichnet. Auch der US-Botschafter Tom Rose würdigte das einst kämpfende Warschau. Er überbrachte eine Botschaft des Gedenkens im Namen von Präsident Donald Trump und des amerikanischen Volkes.
Feierlichkeiten zum 82. Gedenktag des Ausbruchs des Warschauer Aufstands von 1944 in Polens Hauptstadt. Zu den Waffen gegriffen haben damals ca. 25 Tausend Soldaten der polnischen Untergrundarmee- nur jeder sechste der Freiwilligen hatte zu Beginn der Kmpfe eine Schusswaffe.
Feierlichkeiten zum 82. Gedenktag des Ausbruchs des Warschauer Aufstands von 1944 in Polens Hauptstadt. Zu den Waffen gegriffen haben damals ca. 25 Tausend Soldaten der polnischen Untergrundarmee- nur jeder sechste der Freiwilligen hatte zu Beginn der Kämpfe eine Schusswaffe.PAP/Leszek Szymański

Roberta Metsola hat auf X ein Foto mit dem 94-jährigen Jan Antoni Witkowski zeigt, der im Warschauer Aufstand unter dem Decknamen „Jaś“ gekämpft hatte, veröffentlicht. Die Präsidentin des Europäischen Parlaments erinnerte daran, dass er sich als Jugendlicher gemeinsam mit seinem Vater dem Warschauer Aufstand anschloss, um für Freiheit und Menschenwürde zu kämpfen. Sie bezeichnete ihn als „europäischen Helden“.

Die Präsidentin des Europäischen Parlaments würdigte sowohl die Überlebenden des Aufstands als auch alle Gefallenen. Sie betonte, das heutige Europa sei dem Einsatz gewöhnlicher Menschen zu verdanken, die unter außergewöhnlichen Umständen außergewöhnlichen Mut bewiesen hätten. „Ihre Geschichte ist die Geschichte Europas“, erklärte sie. Das Vermächtnis der Aufständischen müsse auch heute dazu inspirieren, Freiheit, Demokratie und Frieden zu verteidigen.

US-Botschafter: Dramatischer Kampf um die Freiheit
Auch die Vereinigten Staaten haben die Kämpfer des Warschauer Aufstands gewürdigt. Der US-Botschafter in Polen, Tom Rose, hat in einer Botschaft in sozialen Medien erinnert, dass sich die Einwohner Warschaus am 1. August 1944 gegen die deutschen Besatzer erhoben hatten und einen dramatischen Kampf um die Wiedererlangung der Freiheit aufnahmen.

Wie der amerikanische Diplomat erklärte, würden Präsident Donald Trump und das amerikanische Volk sich an das Opfer und den unbeugsamen Geist der Polen erinnern. Tom Rose betonte, die Geschichte des Warschauer Aufstands richte auch eine Botschaft an alle, die Polen heute bedrohen könnten. Polen könne angegriffen oder besetzt werden, sagte er. „Doch Polen ergibt sich niemals.“ Seine Ansprache beendete er auf Polnisch mit den Worten: „Ehre den Helden.“

Auch die US-Botschaft in Warschau erinnerte an den Jahrestag. Die Vertretung erklärte, der Mut, die Standhaftigkeit und die Opferbereitschaft der Teilnehmer des Warschauer Aufstands im Kampf für die Freiheit seien bis heute eine Inspiration für kommende Generationen.

Der Warschauer Aufstand begann am 1. August 1944 um 17.00 Uhr, der sogenannten „W-Stunde“. Der Aufstand, der nur wenige Tage dauern sollte, endete nach 63 Tagen ungleichen Kampfes zwischen den Soldaten der Heimatarmee und den Einwohnern der Hauptstadt auf der einen sowie den deutschen Besatzungstruppen auf der anderen Seite. Von 50 Tausend jungen Widerstandskämpfern wurden 17 Tausend getötet und 25 Tausend verletzt. Unter der Warschauer Zivilbevölkerung forderten die Kämpfe 150 Tausend Opfer. Die deutsche Seite verlor 10 Tausend Soldaten.

IAR/IPN/X/ps

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