Die Parkwacht des Tatra-Nationalparks (TPN) geht besonders an heißen Tagen gegen Verstöße vor. Wie die Parkverwaltung der Nachrichtenagentur PAP mitteilte, lasse sich die genaue Zahl der Badegäste allerdings nur schwer bestimmen. Einige Fälle würden von anderen Touristen in sozialen Netzwerken veröffentlicht, nicht alle Verstöße würden jedoch von Parkwächtern beobachtet oder gemeldet.
Zuletzt griffen die Einsatzkräfte gegen zwei Touristen ein, die den markierten Wanderweg verlassen und anschließend im Czarny Staw Gąsienicowy badeten. Beide erhielten jeweils ein Bußgeld von 700 Złoty. Ihnen wurden zwei Verstöße vorgeworfen: das Verlassen des markierten Weges und das Baden im See.
Der Tatra-Nationalpark weist darauf hin, dass jährlich mehrere Millionen Menschen das Schutzgebiet besuchen. Deshalb könne nicht jeder Verstoß geahndet werden. Neben Kontrollen setzt der Park deshalb auf Aufklärung und weist darauf hin, dass Seen, Teiche und Bäche der Tatra keine Badeplätze seien.
Auch auf der slowakischen Seite wird verstärkt kontrolliert. Der dortige Tatra-Nationalpark (TANAP) erinnerte an das geltende Badeverbot und verwies auf die besondere Bedeutung der Bergseen als Lebensräume seltener Pflanzen- und Tierarten. Baden könne die empfindlichen Ökosysteme beeinträchtigen.
PAP/jc