„Wir kontrollieren sie durch die Blockade. Mir gefällt die Idee, sie zu unserem Territorium zu erklären. Wir können das tun. Wir haben die vollständige Kontrolle über die Meerenge.“
Trump verwies zugleich auf mögliche Gefahren für die Schifffahrt. Der Iran könne versuchen, die Durchfahrt zu behindern oder Minen auszulegen. „Die Iraner können allerdings Probleme verursachen“, sagte der US-Präsident. Eine Blockade habe sich jedoch als „sehr effektiv“ erwiesen.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Öltransitrouten der Welt. Nach Angaben von US-Energieminister Chris Wright passieren sie durchschnittlich rund neun Millionen Barrel Rohöl pro Tag. Trump betonte, die Meerenge sei derzeit offen und die Ölpreise würden weiter sinken. Dies werde so bleiben, „es sei denn, wir entscheiden uns, etwas deutlich Entschiedeneres zu tun als das, was wir derzeit tun“, sagte er.
Trump griff zugleich erneut die iranische Führung scharf an. Der Iran leide unter einer Inflation von 300 Prozent, das Land befinde sich im Chaos und seine Streitkräfte seien vollständig besiegt worden, behauptete der US-Präsident. Teheran wolle zwar eine Vereinbarung mit Washington, allerdings nicht zu den Bedingungen, die aus seiner Sicht notwendig seien.
Auch den US-Verbündeten Oman kritisierte Trump. Er glaube nicht, dass sich das Land derzeit richtig verhalte. Zuvor hatte er dem Oman mit einer Bombardierung gedroht, sollte die Regierung die US-Blockade gegen den Iran und die Kontrolle über die Straße von Hormus behindern.
Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer. Über die Meerenge wird ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels abgewickelt.
PAP/jc