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Gesuchter PiS-Politiker Romanowski offenbar in Transnistrien

18.08.2026 13:35
Ministerpräsident Donald Tusk geht davon aus, dass sich der wegen Korruptionsvorwürfen gesuchte PiS-Politiker Marcin Romanowski in Transnistrien aufhält. Geheimdienste anderer Länder der Region, mit denen Polen zusammenarbeite, hätten entsprechende Informationen zu 99 Prozent bestätigt, sagte Tusk am Dienstag vor einer Kabinettssitzung in Warschau.
Marcin Romanowski
Marcin RomanowskiKrzysztof Swieżak / Polskie Radio

Romanowski sei demnach vermutlich in Tiraspol, der Hauptstadt der international nicht anerkannten Separatistenregion in Moldau. „Der Ort seines Aufenthalts reicht als Kommentar“, sagte Tusk und kritisierte zugleich die politische Gruppierung, der Romanowski angehöre.

Romanowski, ehemaliger stellvertretender Justizminister und Abgeordneter der nationalkonservativen PiS, wird in einem Ermittlungsverfahren zum Justizfonds verdächtigt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem die Beteiligung an einer organisierten kriminellen Gruppe vor. Ein Warschauer Gericht erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Europäischen Haftbefehl gegen ihn, nachdem die Behörden ihn nicht ausfindig machen konnten.

Nach Angaben des Warschauer Bezirksgerichts hatte Romanowski in der vergangenen Woche einen Antrag auf Ausstellung eines sogenannten Schutzbriefs gestellt. Aus dem Schreiben und dem Briefumschlag ging demnach hervor, dass die Sendung in Tiraspol aufgegeben worden war.

Romanowski hatte im Dezember 2024 in Ungarn politisches Asyl erhalten. Anfang Juli dieses Jahres wurde bekannt, dass die ungarischen Behörden seinen Flüchtlingsstatus aufgehoben und seine Reisedokumente für ungültig erklärt hatten. Seitdem gab es unterschiedliche, nicht offiziell bestätigte Angaben zu seinem Aufenthaltsort.

Transnistrien ist eine von Moldau abgespaltene, international nicht anerkannte Region, die seit dem bewaffneten Konflikt Anfang der 1990er Jahre maßgeblich von Russland unterstützt wird.

 

IAR/jc

„Ex-Justizminister Ziobro flieht in die USA"

11.05.2026 13:30
Der frühere polnische Justizminister Zbigniew Ziobro ist wieder aufgetaucht. Seine Reise in die Vereinigten Staaten gilt als Vorzeichen politischer Turbulenzen. In Moskau herrsche gedrückte Stimmung. Wladimir Putin fürchte ukrainische Drohnen, seine Höflinge zerstreiten sich, großrussische Patrioten prophezeien eine Niederlage im Krieg. Noch vor gut einem Jahrzehnt galten Hochschulstudien für viele junge Menschen als begehrte Wahl. Ein Universitätsabschluss sollte gute Arbeit, finanzielle Stabilität und gesellschaftliches Ansehen sichern. Heute stellen sich jedoch immer mehr Abiturienten die Frage, ob ein Studium tatsächlich noch notwendig sei. Mehr dazu in der Presseschau.

Geflohene Politiker: Ungarn entzieht Ziobro und Romanowski den Flüchtlingsstatus

03.07.2026 12:06
„Die Mühlen der Gerechtigkeit mahlen langsam, aber sie mahlen“, schrieb dazu Außenminister Radosław Sikorski. Justizminister Waldemar Żurek erklärte, Polen werde zuständige US-Behörden fragen, ob Personen ohne gültige Reisedokumente weiter in den Vereinigten Staaten bleiben dürften.

Geflohener Politiker: Polen fragt ICE nach Rechtsgrundlage für Ziobros USA-Aufenthalt

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Polens Generalstaatsanwalt Waldemar Żurek will von der US-Behörde ICE wissen, auf welcher Grundlage sich Zbigniew Ziobro in den USA aufhält. Ein Auslieferungsantrag soll bis Ende der Woche folgen.

Polen beantragt Auslieferung von Ex-Justizminister Zbigniew Ziobro aus den USA

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Nach Medienberichten hat die polnische Staatsanwaltschaft einen Auslieferungsantrag an die USA übermittelt. Zbigniew Ziobro, ehemaliger Justizminister und Ex-Generalstaatsanwalt, wird im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Justizfonds (Fundusz Sprawiedliwości) gesucht.