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Religionsunterricht bleibt auf eine Wochenstunde begrenzt

26.08.2026 09:57
Mit Beginn des neuen Schuljahres bleibt es beim Religionsunterricht bei einer Wochenstunde. Die Stunden sollen unmittelbar vor oder nach dem regulären Pflichtunterricht stattfinden. Außerdem wird die Religionsnote nicht mehr in den Notendurchschnitt eingerechnet.
Streit um Religionsunterricht an polnischen Schulen
Streit um Religionsunterricht an polnischen SchulenPAP/FR4ANCO SILVI

Im Schuljahr 2026/2027 wird der Religionsunterricht an polnischen Schulen weiterhin eine Wochenstunde umfassen. Die Stunden sollen unmittelbar vor oder nach dem regulären Pflichtunterricht stattfinden. Gegen die Regelung des Bildungsministeriums hat das Präsidium der Polnischen Bischofskonferenz (KEP) protestiert und eine „Wiederherstellung des angemessenen Stellenwerts“ des Religionsunterrichts gefordert.

Die Änderungen hatte das Bildungsministerium unter Ministerin Barbara Nowacka schrittweise eingeführt. Seit dem 1. September 2025 findet Religions- und Ethikunterricht grundsätzlich nur noch eine Stunde pro Woche statt.. Die Note für Religion oder Ethik fließt nicht mehr in den Notendurchschnitt auf dem Zeugnis ein.

Die KEP kritisierte die Neuregelung erneut zum Beginn des neuen Schuljahres. In einer Erklärung mit dem Titel „Ein junger Mensch verdient mehr“ bezeichnete das Präsidium der Bischofskonferenz den Religionsunterricht als ein verfassungsmäßiges Recht von Schülern und Eltern. Die derzeitige Regelung führe zu einer Marginalisierung des Fachs an den Schulen.

Die Bischöfe forderten einen „unverzüglichen“ Dialog mit den Religionsgemeinschaften und unterstützten zugleich einen von Bürgern eingebrachten Gesetzentwurf mit dem Titel „Ja zu Religion und Ethik in der Schule“. Dieser sieht zwei verpflichtende Wochenstunden Religion oder Ethik vor. Die Fächer sollen demnach in Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen angeboten werden. Die Note soll wieder auf dem Zeugnis erscheinen und in den Notendurchschnitt einfließen. Den Gesetzentwurf haben nach Angaben der Initiatoren rund 500.000 Menschen unterstützt.

Bildungsministerin Nowacka wies die Kritik der Bischöfe zurück. Sie sagte am Dienstag dem Sender TVN24, die Bischöfe versuchten „wie jedes Jahr vor dem 1. September, einen Streit vom Zaun zu brechen“. Eine Wochenstunde Religionsunterricht sei eine „vernünftige Lösung“, die gesellschaftlich auf große Akzeptanz stoße.


PAP/jc