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55 Opfer des Massakers von Wolhynien bestattet

31.08.2026 06:40
Die sterblichen Überreste von 55 Opfern eines Massakers ukrainischer Nationalisten aus dem Jahr 1943 sind am Sonntag in Ostrówki erneut beigesetzt worden. Das Dorf war einst polnisch und liegt heute in der Westukraine. An der Zeremonie nahmen hochrangige Vertreter aus Warschau teil.
Die Bestattenen gehrten zu den mehr als 1.000 Einwohnern, die am 30. August 1943 in Ostrówki und dem nahe gelegenen Dorf Wola Ostrowiecka gettet wurden. Die Ereignisse zhlen bis heute zu den sensibelsten Themen in den polnisch-ukrainischen Beziehungen.
Die Bestattenen gehörten zu den mehr als 1.000 Einwohnern, die am 30. August 1943 in Ostrówki und dem nahe gelegenen Dorf Wola Ostrowiecka getötet wurden. Die Ereignisse zählen bis heute zu den sensibelsten Themen in den polnisch-ukrainischen Beziehungen. PAP/Vladyslav Musiienko

Die Bestattenen gehörten zu den mehr als 1.000 Einwohnern, die am 30. August 1943 in Ostrówki und dem nahe gelegenen Dorf Wola Ostrowiecka getötet wurden. In Polen ist das Geschehen als Massaker von Wolhynien bekannt. Die sterblichen Überreste wurden bei jüngsten Exhumierungsarbeiten geborgen.

Der stellvertretende Leiter des polnischen Instituts für Nationales Gedenken (IPN), Karol Polejowski, bezeichnete die Funde als „erschütternde Wahrheit“. Wie er bekannt gab, seien die meisten der auf dem Friedhof in Ostrówki erneut beigesetzten Opfer Frauen und Kinder. Der ungewöhnlich hohe Anteil deute auf einen geplanten und kaltblütig verübten Völkermord hin. „Das erschüttert einen, zwingt aber auch zu einer tiefen Auseinandersetzung mit dem, was damals geschehen ist“, sagte er.

Kulturministerin Marta Cienkowska bezeichnete die erneute Beisetzung als einen weiteren Schritt zur Aufarbeitung der Geschichte. „Ich habe den Eindruck, dass die ukrainische Seite zunehmend besser versteht, wie wichtig dies für die Polen ist“, fügte sie hinzu.

Der Präsidialberater und Bürgermeister von Chełm, Jakub Banaszek, versicherte, die Bemühungen um würdige Bestattungen aller Opfer des Massakers würden fortgesetzt werden. Die Suche nach den Opfern und ihre Exhumierung werden auch an anderen Orten weiter geführt. Dazu gehören Puźniki und Huta Pieniacka.

Die Massaker von Wolhynien waren eine Reihe ethnisch motivierter Morde während des Zweiten Weltkriegs, vor allem in den Jahren 1943 und 1944. Dabei wurden Zehntausende polnische Zivilisten von der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) in Gebieten getötet, die heute zur Westukraine gehören.
Die ehemaligen Dörfer Ostrówki und Wola Ostrowiecka gehörten einst zur ostpolnischen Region Wolhynien. Heute liegen sie nach den Grenzverschiebungen infolge des Zweiten Weltkriegs in der ukrainischen Region Wolhynien nahe der Stadt Kowel.

Die Ereignisse zählen bis heute zu den sensibelsten Themen in den polnisch-ukrainischen Beziehungen. Die damals zu Polen gehörende Region Wolhynien wurde 1939 im Zuge des Molotow-Ribbentrop-Paktes von der Sowjetunion besetzt, bevor sie 1941 von Nazi-Deutschland erobert wurde.

PAP/PR/ps

„Leichenhaufen“ bei Exhumierung von Opfern des Wolhynien-Massakers entdeckt

28.07.2026 17:30
„Bei Exhumierungsarbeiten in Wola Ostrowiecka und Ostrówki in Wolhynien wurden die sterblichen Überreste von 49 Opfern des Wolhynien-Massakers geborgen“, teilte der stellvertretende Chef des Instituts für Nationales Gedenken (IPN), Karol Polejowski, am Dienstag mit. Die Trauerfeier findet am 30. August auf dem nahegelegenen Friedhof statt.

Erneute Schändung eines UPA-Denkmals

07.08.2026 11:19
Die ukrainische Botschaft in Polen hat die Schändung eines Denkmals für Kämpfer der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) im ostpolnischen Dorf Liski scharf verurteilt. 

Polen exhumiert 55 weitere Opfer der Massaker aus dem Zweiten Weltkrieg in der Ukraine

09.08.2026 13:20
Polnische Ermittler haben in der Ukraine die Überreste von 55 Menschen, darunter 26 Kinder, aus Massengräbern geborgen. Die Gräber stehen im Zusammenhang mit dem Massaker von Wolhynien von 1943.

Ukrainische Archäologin: Exhumierungen sind „Baustein“ für polnisch-ukrainische Freundschaft

11.08.2026 09:50
Die gemeinsamen polnisch-ukrainischen Exhumierungsarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Dörfer Ostrówki und Wola Ostrowiecka im Westen der Ukraine sind abgeschlossen. Nach Angaben der ukrainischen Archäologin Alina Charłamowa wurden dabei die sterblichen Überreste von insgesamt 55 Menschen geborgen. Die Leiterin des Forschungsteams der ukrainischen Institution „Wolhynische Altertümer“ sieht in der Zusammenarbeit mit der polnischen Seite zugleich einen Beitrag zur Versöhnung zwischen beiden Ländern.

Weitere Exhumierungen in Huta Pieniacka

20.08.2026 11:09
Die ukrainischen Behörden haben die Genehmigung für Exhumierungsarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Dorfes Huta Pieniacka erteilt. Das teilte das polnische Institut für Nationales Gedenken (IPN) am Donnerstag mit.