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Drei weitere Festnahmen im Fall der Kryptobörse Zondacrypto

03.09.2026 09:56
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die Kryptobörse Zondacrypto hat die Polizei drei weitere Menschen festgenommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf groß angelegten Betrug und Geldwäsche. Die Ermittler beschlagnahmten unter anderem Luxusautos, Uhren, Schmuck und eine größere Menge Bargeld. Das teilte Anna Adamiak, Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft, mit.
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zdj. ilustracyjne pixabay.com/AndrzejRembowski/free commercial use license

Unter den Festgenommenen ist nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP der Investor Rafał Zaorski. Zaorski sagte vor Journalisten: „Ich bin das Opfer.“ Medienberichten zufolge gibt es Verbindungen zwischen ihm und dem Unternehmer Sylwester Suszek sowie dessen früherer Kryptobörse BitBay, die später unter dem Namen Zondacrypto weitergeführt wurde.

Bei den beiden weiteren Festgenommenen handelt es sich laut dem Nachrichtenportal Onet um Jaromira W. und Anna P. Jaromira W. ist demnach die frühere Ehefrau von Marian W., der unter dem Spitznamen "Maniek" bekannt ist und als Hauptverdächtiger im Zusammenhang mit dem Verschwinden Suszeks gilt. Anna P. soll eine enge Vertraute von Marian W. gewesen sein.

Die Ermittlungen gegen Zondacrypto waren am 17. April eingeleitet worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gingen inzwischen mehrere tausend Strafanzeigen ein. Anfang August wurden die Ermittlungen mit einem separaten Verfahren zum Verschwinden des Unternehmers Sylwester Suszek im März 2022 zusammengeführt.

Suszek war Gründer der Kryptobörse BitBay, die später unter dem Namen Zondacrypto weitergeführt wurde. Im Zuge der Ermittlungen versuchen die Behörden nach Angaben von Justizminister und Generalstaatsanwalt Waldemar Żurek, unter anderem weitere Beweismittel und Dokumente zu sichern. 

Auch Chef des Olympischen Komitees beschuldigt 

Bereits in der vergangenen Woche war der Präsident des Polnischen Olympischen Komitees (PKOl), Radosław Piesiewicz, im Rahmen der Ermittlungen festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Einflussnahme sowie die Bevorzugung einer Gruppe von Zondacrypto-Gläubigern zum Nachteil anderer Gläubiger vor. Piesiewicz bestreitet die Vorwürfe.

Nach seiner Vernehmung beantragte die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft. Ein Gericht ordnete eine Haftdauer von drei Monaten an.

Zondacrypto war seit Oktober vergangenen Jahres Hauptsponsor des Polnischen Olympischen Komitees. 


IAR/jc

Zondacrypto-Chef nach Israel geflohen?

24.04.2026 13:30
Wie Journalisten von Onet ermittelt haben, sei Zondacrypto-Chef Przemysław Kral nach Israel ausgereist. Polens stellvertretende Innenminister sieht geringe Chancen, ihn ins Land zurückzubringen. „Wir haben keine guten Erfahrungen mit der Überstellung von Personen aus Israel“, betonte er. Wegen erheblicher Liquiditätsprobleme der Kryptobörse sind ihre Bitcoin-Reserven um 99 Prozent geschrumpft. In Polen könnten dadurch bis zu 30.000 Personen geschädigt worden sein.

Zondacrypto-Affäre: Staatspräsident weist Vorwürfe zurück

28.04.2026 11:03
Nawrocki erklärte, das erste Schreiben der ABW zum Kryptomarkt sei am 12. Dezember 2025 in seiner Kanzlei eingegangen. Der Sprecher des Geheimdienstkoordinators, Jacek Dobrzyński, hält eine andere Linie dagegen: Bereits am 5. Dezember 2025 habe ein Vertreter des Präsidenten an einer geheimen Sejm-Sitzung teilgenommen, bei der Erkenntnisse der ABW über den Kryptomarkt und damit verbundene Risiken für die Staatssicherheit vorgestellt worden seien.

Nawrocki stoppt Krypto-Gesetz zum dritten Mal

12.06.2026 11:25
Er verwies auf einen eigenen Vorschlag und kündigte an, ein Gesetz zu unterschreiben, wenn seine Änderungen übernommen würden. Finanzminister Andrzej Domański kündigte im Sender TVP Info einen vierten Gesetzentwurf an. „Wir können nicht zulassen, dass dieser Markt unreguliert bleibt und nach Regeln wie im Wilden Westen funktioniert“, sagte er.

Olympia-Chef hat 40.000-Euro-Uhr vom Chef gescheiterter Kryptobörse erhalten

24.08.2026 12:40
Der Präsident des Polnischen Olympischen Komitees (PKOI) hat laut Medien eine 40.000 Euro teure Uhr und VIP-Karten für Fußball- und Basketballspiele vom Chef der inzwischen zusammengebrochenen Kryptowährungsbörse Zondacrypto erhalten.

Tusk: „Die Zonda-Serie nimmt erst richtig Fahrt auf“

26.08.2026 11:37
Nach neuen Entwicklungen in den Ermittlungen gegen die polnische Kryptobörse Zondacrypto hat Ministerpräsident Donald Tusk dem Präsidenten und der nationalkonservativen Partei PiS vorgeworfen, die Regulierung des Kryptomarktes bewusst blockiert zu haben. „Jetzt wissen wir, warum Karol Nawrocki und die PiS mit aller Gewalt das Kryptogesetz blockiert haben“, schrieb Tusk am Mittwoch auf der Plattform X.