Sikorski betonte zugleich, ein dauerhafter Frieden könne nicht ohne eine Aufarbeitung von Kriegsverbrechen erreicht werden.
„Es wird keinen dauerhaften Frieden zwischen den Völkern geben, wenn Verbrechen verschwiegen, den Opfern die Stimme genommen und die Täter straflos bleiben“, sagte der Außenminister.
Die OSZE-Konferenz in Warschau befasst sich unter anderem mit Menschenrechten, humanitärem Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit. Sikorski warnte vor einer zunehmenden Erosion der internationalen Rechtsordnung und einem Demokratiedefizit in mehreren OSZE-Staaten. Nötig seien wirksame Mechanismen, um Verstöße gegen Menschenrechte und demokratische Standards zu ahnden.
Die Warschauer Konferenz dauert bis zum 15. Oktober. Nach Angaben des polnischen Außenministeriums nehmen rund 1.900 Vertreter von Regierungen und Organisationen der Zivilgesellschaft teil.
IAR/jc