Der stellvertretende Woiwode von Westpommern, Bartosz Brożyński, versicherte, dass in Polen seit mehr als fünf Jahrzehnten kein Fall von Maul- und Klauenseuche festgestellt worden sei. Der Ausbruch wurde östlich von Berlin nur wenige Kilometer von der Grenzstadt Kostrzyn an der Oder festgestellt. Wegen der Grenznähe werde jedoch besondere Vorsicht gewahrt. Außerdem wurden an der polnisch-deutschen Grenze besondere Tiertransportkontrollen eingeführt. Diese werden bis auf Weiteres fortgesetzt.
Im Landkreis Märkisch-Oderland an der Grenze zu Polen seien drei Ochsen an der Krankheit verendet, hatte Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt am Freitag mitgeteilt. Der Landkreis arbeite derzeit mit Spezialisten daran, die Ursachen der Krankheit zu ermitteln. Die kranken Tiere werden getötet und entsorgt, betonte die Ministerin.
Was ist MKS?
Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hoch ansteckende Virusinfektion, die bei Nutztieren zu Fieber und Blasen an Mund und Füßen führt. Sie bedroht vor allem Tiere wie Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen. Sie stellt keine Gefahr für Menschen oder Haustiere dar, kann aber die Viehbestände stark gefährden. Nach Angaben des deutschen Friedrich-Loeffler-Instituts für Tierseuchenbekämpfung tritt MKS regelmäßig in der Türkei, im Nahen Osten und Afrika, in vielen asiatischen Ländern und in Teilen Südamerikas auf. Im Jahr 2001 kam es zu Ausbrüchen in Großbritannien, gefolgt von anderen europäischen Ländern. Die letzten Fälle von MKS in Deutschland wurden 1988 verzeichnet. Der letzte bestätigte Fall von MKS in Polen wurde im Jahr 1971 gemeldet.
PAP/FAO.org/ps