„Die Wiedereinführung ständiger Kontrollen an den deutschen Grenzen wird auch für Polen schwerwiegende, darunter wirtschaftliche Folgen haben“, schrieb Sikorski am Montag auf der Plattform X.
„Die AfD ist schließlich so etwas wie die deutsche PiS“, schrieb der Außenminister.
Weidel hatte am Sonntag in einem Interview mit dem deutschen Fernsehen erklärt, ihre Partei wolle im Falle einer Regierungsübernahme die Grenzen schließen. „Wir werden die Grenzen schließen, wir werden auch aus dem Schengen-Raum austreten“, sagte die AfD-Chefin. Sie verwies dabei auf die Migrationskrise und die spanische Exklave Ceuta.
Weidel bekräftigte zudem die Forderung der AfD, Deutschland solle die gemeinsame europäische Währung aufgeben. Der Euro sei zu einer instabilen Währung geworden, sagte sie. Deutschland sei vor der Einführung des Euro wirtschaftlich besser gefahren. Zugleich sprach sie von einer zunehmenden Verarmung der arbeitenden Bevölkerung.
Scharf kritisierte Weidel auch die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz. Die Regierung „zerstört das Land“, sagte sie. Entweder könne sie nicht regieren oder sie tue dies bewusst. Sowohl Merz als auch Finanzminister Lars Klingbeil seien dazu nicht in der Lage, erklärte die AfD-Chefin.
Im September stehen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin Wahlen zu den jeweiligen Landesparlamenten an. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD in Umfragen derzeit vorn. Besonders deutlich ist ihr Vorsprung in Sachsen-Anhalt: Dort kommt sie laut den im Bericht genannten Umfragen auf 42 Prozent, während die CDU bei 22 Prozent liegt.
IAR/jc