Auf dem Osobowicki-Friedhof wurden die sterblichen Überreste von 49 Soldaten und Aktivisten des Unabhängigkeitsuntergrunds beigesetzt. An der Zeremonie nahm neben dem Präsidenten auch eine Reihe weiterer Vertreter des öffentlichen Lebens teil.
Nawrocki bezeichnete den Kommunismus als ein System der Verachtung, Grausamkeit, Lüge und des Todes Unschuldiger. Das System passe sich zwar neuen Herausforderungen an, doch sein Wesen bleibe unverändert, sagte der Präsident. Zugleich versuche es, die Gräber seiner Opfer und die Erinnerung an sie auszulöschen.
Viele der Bestatteten hätten während des Zweiten Weltkriegs in verschiedenen Untergrundorganisationen gekämpft und ihren Widerstand nach 1945 fortgesetzt. Sie seien ihrer Verpflichtung zu einem freien und unabhängigen Polen treu geblieben, sagte Nawrocki.
Die sterblichen Überreste waren bei Exhumierungsarbeiten des Instituts für Nationales Gedenken (IPN) auf dem Osobowicki-Friedhof entdeckt worden. Auf dem Gelände wurden zwischen 1948 und 1956 unter anderem hingerichtete oder in Haft gestorbene Angehörige des antikommunistischen Widerstands heimlich begraben.
PAP/jc