Die Feuerpause soll am 29. Oktober beginnen, teilte die US-First Lady mit. Sie soll die Lieferung humanitärer Hilfsgüter und die Einrichtung eines sicheren Korridor für Menschen ermöglichen.
Der ukrainische Ombudsman Dmytro Lubinez bestätigte eine entsprechende Vereinbarung. Kremlsprecher Dmitri Peskow zufolge könnte die Evakuierung mehrere Tage dauern. Das russische Militär stimme die Einzelheiten derzeit ab.
Die Bewohner sollen nach Angaben Melania Trumps selbst entscheiden können, ob sie nach Russland oder in ukrainisch kontrollierte Gebiete gebracht werden möchten. Zivile Vertreter beider Länder sollen zudem den Hilfsbedarf der Bevölkerung erfassen. Ein US-Medienteam soll den Ablauf dokumentieren.
Tausende Menschen in Not
Die humanitäre Lage in Oleschky ist nach ukrainischen Angaben seit Monaten katastrophal. Die Stadt liegt am linken, von Russland besetzten Ufer des Dnipro nahe Cherson. Vor dem russischen Großangriff 2022 lebten dort rund 24.000 Menschen. Derzeit halten sich nach ukrainischen Angaben noch etwa 6.000 Zivilisten in der Stadt auf, darunter bis zu 200 Kinder.
Minen und russische Drohnen erschweren die Flucht. Berichten zufolge fehlt es den Menschen an Wasser und Lebensmitteln. Melania Trump erklärte, sie habe sich für die Vereinbarung eingesetzt. Auch bei Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sei die Lage in Oleschky Thema gewesen, sagte Kremlsprecher Peskow.
PAP/jc