Europa müsse aus den Erfahrungen der Vergangenheit lernen und seine wirtschaftliche Stärke ausbauen, sagte Domański. Er sprach sich für weniger Bürokratie und wettbewerbsfähige Energiemärkte aus.
„Unsere Haltung gegenüber einem „Business as usual“ – etwa bei der Nutzung russischer Rohstoffe und insbesondere russischen Gases – ist eindeutig. Europa hat eine sehr schmerzhafte Lektion gelernt und muss daraus die richtigen Schlüsse ziehen."
An dem Forum nahm auch die deutsche Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche teil. Domański betonte die Bedeutung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Deutsche Investitionen in Polen nähmen zu, zugleich investierten polnische Unternehmen wie der Bushersteller und Straßenbahnbauer Pesa zunehmend in Deutschland.
Polen sei die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft Europas, Deutschland hingegen die größte, sagte Domański. Beide Länder müssten die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen stärken, insbesondere in der Auto- und Chemieindustrie.
Das von der Polnischen Agentur für Investitionen und Handel (PAIH) und der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer organisierte Forum befasst sich unter anderem mit Hochtechnologie, sicherheitsrelevanten Investitionen, wirtschaftlichem Wandel und dem Schutz kritischer Infrastruktur. In diesem Jahr jährt sich die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zum 35. Mal. Deutschland ist Polens wichtigster Handelspartner.
IAR/jc