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Britischer Verteidigungsminister: NATO muss auf Krieg mit Russland vorbereitet sein

27.10.2026 12:06
Die NATO muss nach Einschätzung des britischen Verteidigungsministers Wes Streeting auch auf einen möglichen Krieg mit Russland vorbereitet sein. Das sagte Streeting am Dienstag bei einem Treffen mit Polens Vizepremier und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz in Warschau. Zugleich betonte er, das Bündnis strebe keinen Konflikt an, da es ein Verteidigungsbündnis sei. Russland könne jedoch durch glaubwürdige Abschreckung auf Distanz gehalten werden.
Bei seinem Besuch in Warschau hat der britische Verteidigungsminister Wes Streeting (l.) vor der russischen Bedrohung gewarnt. Russland teste die Entschlossenheit der NATO, sagte er bei einem Treffen mit seinem polnischen Amtskollegen Władysław Kosiniak-Kamysz.
Bei seinem Besuch in Warschau hat der britische Verteidigungsminister Wes Streeting (l.) vor der russischen Bedrohung gewarnt. Russland teste die Entschlossenheit der NATO, sagte er bei einem Treffen mit seinem polnischen Amtskollegen Władysław Kosiniak-Kamysz.PAP/Albert Zawada

Streeting warnte, Russland teste die Entschlossenheit der NATO-Staaten. Die Verbündeten müssten unter anderem auf Verletzungen ihres Luftraums durch feindliche Drohnen reagieren. Polen und Großbritannien seien sich in ihrer Einschätzung der Bedrohung durch Russland einig. Der britische Minister bekräftigte zudem die Unterstützung seines Landes für die Ukraine und ihren Kampf für Freiheit und Demokratie. Wichtig seien auch der Ausbau gemeinsamer militärischer Fähigkeiten, höhere Produktionskapazitäten und eine engere Zusammenarbeit der Verbündeten.

Kosiniak-Kamysz kündigte unterdessen ein weiteres Treffen einer von den USA initiierten Staatengruppe in Polen an. Die Gespräche im sogenannten Bergen-Format sollen in den kommenden Tagen stattfinden. Zu der Gruppe gehören neben den USA auch Polen, Deutschland, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Finnland.

„Es gibt keine Alternativen für die transatlantische Zusammenarbeit. Jede andere Lösung wäre einfach schlechter. Aber unsere Fähigkeiten – die britischen und polnischen, ebenso wie die europäischen – müssen ausgebaut werden: bei der Produktion, bei der kollektiven Verteidigung und bei der Zusammenarbeit. Deshalb ist unsere bilaterale Partnerschaft so wichtig“, betonte Kosiniak-Kamysz. 

Nach Angaben des polnischen Verteidigungsministers wurde Warschau von der amerikanischen Seite gebeten, das Treffen auszurichten. Dies zeige die wichtige Rolle Polens für die Sicherheit der Region, sagte er.


IAR/jc