Vor allem Einweg-Glasflaschen sind bislang vom Pfandsystem ausgeschlossen. Ihre Entsorgung belaste weiterhin die kommunale Abfallwirtschaft, kritisiert der Verband.
„Die Polen haben gezeigt, dass sie Verpackungen zurückgeben wollen. Jetzt muss der Staat beweisen, dass er ein vollständiges und transparentes System aufbauen kann“, sagte der stellvertretende Vorsitzende von EKO-UNIA, Paweł Pomian.
Das Pfandsystem war Ende 2025 gestartet, wurde aber erst im zweiten und dritten Quartal 2026 flächendeckend genutzt. Große Handelsketten bauten in dieser Zeit die Infrastruktur für Pfandflaschen aus.
Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CBOS vom September zeigt eine breite Akzeptanz: 84 Prozent der Befragten gaben an, in den vergangenen drei Monaten mindestens eine Verpackung zurückgegeben zu haben. 65 Prozent sprachen sich dafür aus, das System in seiner jetzigen Form beizubehalten oder auszubauen.
Probleme gibt es jedoch weiterhin. 44 Prozent der Befragten beklagten den Platzbedarf für die Lagerung von Plastikflaschen zu Hause, 37 Prozent berichteten von Störungen oder überfüllten Automaten.
PAP/jc