Das Werk, dessen Titel auf Jiddisch „Gebete“ bedeutet, ist von drei Gedichten der jüdischen Dichterin Kadya Molodowsky inspiriert. Sie emigrierte vor dem Zweiten Weltkrieg in die USA und starb dort 1975.
Das dreiteilige Konzert beschreibt eine musikalische Reise vom Ringen um Durchhaltevermögen über die Sehnsucht nach dem Unbekannten bis hin zu einer Hymne an die Natur. „Tfiles“ wurde vom Museum der Geschichte der polnischen Juden POLIN in Warschau in Auftrag gegeben und dort 2024 uraufgeführt. Damals spielte Ciepliński gemeinsam mit dem Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks unter der Leitung von Michał Klauza.
Ciepliński studierte an der Hochschule für Musik in Basel sowie an der Musikakademie in Krakau. Als Solist trat er mit polnischen und internationalen Orchestern auf. Er engagiert sich insbesondere für polnische Musik und Werke jüdischer Komponisten. Dazu gehört auch das Limanowa-Projekt, das wiederentdeckte jüdische Musik aus der Zeit vor dem Holocaust präsentiert.
IAR/jc