Deutsche Redaktion
Folge uns auf Google

Folge uns auf Google, um unsere News immer ganz oben zu sehen.

Afrobarometer: Russland liegt bei Sympathiewerten hinter China, USA und EU

29.10.2026 12:08
ISPI-Expertin Ambrosetti und der kenianische Journalist Oruta sehen große regionale Unterschiede. Rekrutierungsberichte belasten Moskaus Ansehen. Politico und die Organisation Code for Africa berichteten über ein internationales Rekrutierungsnetz für die russischen Streitkräfte. Zugleich nimmt die russische Medienaktivität in Teilen Ostafrikas zu.
Der russische Prsident Wladimir Putin im Gesprch mit dem gyptischen Prsidenten Abdel Fattah al-Sisi whrend des dritten Russland-Afrika-Gipfels in Moskau, Russland, am 29. Oktober 2026. SputnikAlexander KazakovPool via REUTERS HINWEIS FR REDAKTEURE  DIESES BILD WURDE VON EINEM DRITTANBIETER ZUR VERFGUNG GESTELLT.
Der russische Präsident Wladimir Putin im Gespräch mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi während des dritten Russland-Afrika-Gipfels in Moskau, Russland, am 29. Oktober 2026. Sputnik/Alexander Kazakov/Pool via REUTERS HINWEIS FÜR REDAKTEURE – DIESES BILD WURDE VON EINEM DRITTANBIETER ZUR VERFÜGUNG GESTELLT.Sputnik/Alexander Kazakov/Pool via REUTERS

Zum Abschluss des Russland-Afrika-Gipfels in Moskau bewerten Fachleute den Einfluss des Kremls auf dem Kontinent zurückhaltender als die Selbstdarstellung der russischen Führung. Russland werbe dort zwar um engere Wirtschafts- und Sicherheitsbeziehungen. Seine finanziellen Möglichkeiten blieben jedoch deutlich hinter denen Chinas, der USA und der Europäischen Union zurück, sagte Eleonora Tafuro Ambrosetti vom italienischen Forschungsinstitut ISPI.

Die Russland-Expertin verweist zudem auf Folgen des Krieges gegen die Ukraine. Nach einer Erhebung des panafrikanischen Forschungsnetzwerks Afrobarometer bewerteten im Durchschnitt 36 Prozent der Befragten in 38 Ländern Russland positiv. China kam auf 62 Prozent, die USA auf 52 und die EU auf 50 Prozent. Die Werte unterscheiden sich allerdings stark nach Regionen und Staaten. In Mali fiel die Zustimmung besonders hoch aus, in Ost- und im südlichen Afrika deutlich niedriger.

Brian Bosire Oruta, kenianischer Journalist der Zeitung THE STAR, sieht in Ostafrika auch Berichte über irreführende Rekrutierungen für die russische Armee als Belastung für Moskaus Ansehen. Männer seien mit Angeboten ziviler Arbeit nach Russland gelockt worden und später an die Front gelangt, sagte er. Politico und die Organisation Code for Africa berichteten über ein internationales Rekrutierungsnetz für die russischen Streitkräfte. Ukrainische Behörden schätzen die Zahl ausländischer Soldaten in russischen Reihen auf mindestens 18.000, der Europäische Auswärtige Dienst auf bis zu 28.000. Diese Schätzungen beziehen sich nicht ausschließlich auf Menschen aus afrikanischen Staaten.

Oruta zufolge nimmt zugleich die russische Medienaktivität in Teilen Ostafrikas zu. RT und Sputnik verbreiteten Inhalte auch in afrikanischen Sprachen und verträten dabei die Sicht des Kremls. Einfluss gewinne Russland darüber hinaus durch militärische Zusammenarbeit, Lieferungen etwa von Weizen und Dünger sowie Kultur- und Bildungsprogramme. Laut einer im Oktober veröffentlichten Studie der schwedischen Verteidigungsforschungsagentur FOI hatte Russland bis März 2026 mit 39 afrikanischen Staaten mindestens 57 zwischenstaatliche Vereinbarungen zur Militär- und Sicherheitskooperation geschlossen.

PAP/adn


Russland investiert Milliarden in Medienpropaganda

06.10.2026 10:00
Das Polnische Institut für Internationale Angelegenheiten (PISM) hat einen Bericht über russische Desinformationsaktivitäten veröffentlicht. Die zentrale Erkenntnis ist nicht überraschend, aber beunruhigend. Die Mitautorin der Studie, Aleksandra Wójtowicz, erinnert im Gespräch mit der Monatszeitschrift Więź daran, dass Russland derzeit rund 106 Milliarden Rubel – knapp 1,5 Milliarden US-Dollar – für Informationsaktivitäten ausgibt.

„Ein zweites Jalta wird es nicht geben“ - Polens Kampf gegen Big Techs - Russlands Narrative in Indonesien

23.10.2026 12:30
Könnten Trump, Putin und Xi die Welt untereinander aufteilen? Ein zweites Jalta wird es nicht geben, sagt Irena Lasota im Wochenmagazin “Plus Minus”. Außerdem: Die Regierung will künftig noch härter gegen Big Techs vorgehen. Und ein indonesischer Forscher erklärt, weshalb Russlands Erzählung vom Ukrainekrieg in seinem Land verfängt. Mehr dazu in der Presseschau.

Lawrow rechnet mit weiterer Eskalation des Ukraine-Kriegs

28.10.2026 12:30
Der russische Außenminister Sergej Lawrow rechnet mit einer weiteren Verschärfung des Krieges in der Ukraine. „Der Krieg wird weitergehen und hat die Tendenz, sich zu verschärfen“, sagte Lawrow am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Vorfeld des Russland-Afrika-Gipfels.