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Schüsse in Krakau – sechs Tote und mehr als ein Dutzend Verletzte

07.11.2026 17:51
Nach den tödlichen Schüssen auf dem historischen Marktplatz in Krakau gehen die Ermittler inzwischen davon aus, dass der mutmaßliche Täter allein gehandelt hat. Bei dem Angriff am Samstagnachmittag wurden sechs Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt. Der Angreifer wurde von der Polizei angeschossen und schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Die Waffe des Attentters hnelt einem AR-15-Sturmgewehr. Der Mann trug Tarnkleidung und spezielle Stiefel.
Die Waffe des Attentäters ähnelt einem AR-15-Sturmgewehr. Der Mann trug Tarnkleidung und spezielle Stiefel.X

Der Vorfall ereignete sich gegen 15.00 Uhr. Nach bisherigen Erkenntnissen eröffneten die Täter von einem Fahrzeug aus das Feuer auf Passanten. Das Auto war zuvor auf den Marktplatz gefahren. 

Die Polizei bestätigte, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 25-jährigen polnischen Staatsbürger handelt. Berichte über einen zweiten Täter und den Tod eines Polizisten wies sie zurück. Der mutmaßliche Angreifer befindet sich unter Bewachung in einem Krakauer Krankenhaus.

Ministerpräsident Donald Tusk ließ über die Plattform X mitteilen, dass er von Innenminister Marcin Kierwiński fortlaufend über die Lage informiert werde.

In dem zurückgelassenen Fahrzeug fanden die Ermittler weitere Schusswaffen und größere Mengen Munition. 

Justizminister Waldemar Żurek sprach von einer „gewaltigen Tragödie“.

Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, Ruhe zu bewahren und die Arbeit der Rettungskräfte nicht zu behindern.

Die Ermittler untersuchen nun die Hintergründe der Tat. Dabei geht es unter anderem um die Herkunft und Legalität der Waffen, eine mögliche militärische Vergangenheit des Mannes sowie Hinweise auf psychische Erkrankungen oder Verbindungen zu extremistischen Gruppierungen.

Ministerpräsident Donald Tusk bezeichnete die Tat als Anschlag. Innenminister Marcin Kierwiński begab sich unmittelbar nach dem Angriff nach Krakau.

PAP/jc