Deutsche Redaktion

Polnisches Außenministerium unterstützt Gerichtsverfahren zum Abschuss von MH17-Flugmaschine

10.03.2020 13:56
Das polnische Außenministerium äußerte die Hoffnung, dass das Gerichtsverfahren in Holland bezüglich des Absturzes des Flugzeugs MH17 der malaysischen Fluggesellschaft in der Ukraine im Jahr 2014 zur Feststellung der Schuldigen führen wird. 
Dziennikarze przy części wraku lotu MH17
Dziennikarze przy części wraku lotu MH17Denis Kornilov/Shutterstock.com

Das polnische Außenministerium äußerte die Hoffnung, dass das Gerichtsverfahren in Holland bezüglich des Absturzes des Flugzeugs MH17 der malaysischen Fluggesellschaft in der Ukraine im Jahr 2014 zur Feststellung der Schuldigen führen wird. Das Verfahren begann am Montag in einem speziellen Gerichtssaal in der Nähe des Flughafens Schiphol in Amsterdam.

Der Abschuss des Passagierflugzeugs MH17 der Malaysia Airlines in der Ostukraine erfolgte am 17. Juli 2014.

"Das Außenministerium der Republik Polen freut sich, den Beginn des für den 9. März 2020 geplanten Gerichtsverfahrens vor den niederländischen Justizbehörden zur Kenntnis zu nehmen, um die tatsächlichen Umstände zu klären und diejenigen zu ermitteln, die schuldig sind, das Flugzeug MH17 der Malaysia Airlines am 17. Juli 2014 über dem Territorium der Ukraine abgeschossen zu haben, das von den separatistischen Kräften, die von Russland unterstützt werden, kontrolliert wird", lautet die Stellungnahme des polnischen Außenministeriums.

"Wir vertrauen voll und ganz auf die Unabhängigkeit und Professionalität der Gerichtsprozeduren, die vor dem Gericht und nach dem Recht des Königreichs der Niederlande angewendet werden. Wir hoffen, dass der bevorstehende Prozess zu einer genauen Bestimmung des Verlaufs und der Personen führt, die an diesem Verbrechen schuld sind, was zum tragischen Tod von fast 300 Menschen geführt hat. Gleichzeitig rufen wir unter Berücksichtigung der laufenden Untersuchung des gemeinsamen Untersuchungsteams verschiedener Länder nachdrücklich auf, bei der Untersuchung gemäß der Resolution 2166 des UN-Sicherheitsrates uneingeschränkt zusammenzuarbeiten", fügte das Ministerium hinzu.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines, Flug MH-17, der am 17. Juli 2014 von Amsterdam nach Kuala Lumpur flog, wurde über der Ostukraine in einem von pro-russischen Separatisten kontrollierten Gebiet abgeschossen. 298 Menschen wurden getötet, die größte Gruppe waren Bürger des Königreichs der Niederlande. Bisher wurde festgestellt, dass die malaysische Boeing vom Buk-Raketensystem getroffen wurde. Der mobile Raketenwerfer stammte von einer russischen Militäreinheit in Kursk.


pap/pr/ps