Deutsche Redaktion

Deutsche Touristen im Tatra-Gebirge gerettet

13.10.2020 12:30
Um 3 Uhr Nachts endete die Rettungsaktion auf dem höchsten Berg Polens, auf dem fünf Touristen aus Deutschland stecken geblieben sind. 42 polnische Bergretter haben an der Aktion teilgenommen.
Widok Rysów
Widok RysówAlbin Marciniak/ Shutterstock

In der Nacht von Montag auf Dienstag wurden fünf Deutsche Touristen vom polnischen Bergrettungsdienst TOPR aus dem Tatra-Gebirge evakuiert. Wie Teilnehmer der Rettungsaktion berichten, fiel eine Frau mit einem Gewicht von etwa 120 kg von der Spitze des Bergs Rysy (2500 ü. d. M.) etwa 200 m tiefer und erlitt dabei schwere Verletzungen. Die anderen Touristen, zwei weitere Frauen und zwei Männer, waren erschöpft und leicht abgekühlt, aber ohne körperliche Verletzungen. Mit der Unterstützung der Bergretter wurden alle sicher in die Nähe des Bergheims am Morskie Oko See und dann weiter ins Krankenhaus in Zakopane gebracht.

Die Wetterbedingungen waren während der Aktion sehr schwierig. Die niedrige Wolkenhöhe machte es unmöglich, einen Hubschrauber zu benutzen. Während der Rettungsaktion fing es an zu schneien und die Temperatur ist unter null gefallen.

Die Rettungsexpedition dauerte fast 12 Stunden 

"Die Touristen waren auf eine solche Expedition völlig unvorbereitet. Sie hatten keine entsprechende Ausrüstung und ihre Anwesenheit auf dem höchsten Gipfel Polens beweist, dass sie sich der Bedingungen überhaupt nicht bewusst waren. Die Touristen kamen von der slowakischen Seite auf Rysy und begannen, auf die polnische Seite abzusteigen, wo sich der Unfall ereignet hat", sagte der diensthabende TOPR-Bergretter gegenüber Nachrichtendiensten.

pap/ps