Am Sonntagnachmittag haben belarussische MiG-29-Kämpfjets ein ziviles Ryanair-Flugzeug, dass von Athen nach Vilnius flog, gezwungen in Minsk zu landen. An Bord war Roman Protasewitsch, ein belarussischer Journalist und Oppositioneller, Mitbegründer des NEXTA-Portals. Nach der Landung wurde er von den Sonderdiensten von Belarus festgenommen. "Hier erwartet mich die Todesstrafe", sagte er den Passagieren.
Diese Situation hat eine Reihe von Kommentaren ausgelöst. Auf das Verhalten der belarussischen Behörden hat u.a. Polens Präsident Andrzej Duda reagiert.
„Die Ereignisse in Belarus im Zusammenhang mit der Notlandung eines Passagierflugzeugs sind ein weiteres Beispiel für die Verletzung der Grundprinzipien des Völkerrechts. Die internationale Gemeinschaft kann nicht gleichgültig bleiben. Es ist notwendig, entschlossen gegenüber den belarussischen Behörden zu handeln", schrieb er auf Twitter.
Minsks Aktionen wurden auch vom amerikanischen Historiker Timothy Snyder kommentiert.
„Belarus hätte ohne die Zustimmung Russlands kein Flugzeug der Europäischen Union entführt. Vielleicht war die Entführung sogar eine russische Initiative (...). Daher sollte die EU Sanktionen gegen Belarus und Russland in Betracht ziehen, und Deutschland sollte Nord Stream 2 abbrechen. Genau aus diesem Grund. Wegen Nawalny. Und aufgrund der Tatsache, dass es empörend war, Russland mit einer Gasleitung für den Angriff auf die Ukraine zu belohnen", schrieb Snyder.
energetyka24/ps