Deutsche Redaktion

„I’m so-so“ – zum 80. Geburtstag von Krzysztof Kieślowski

24.06.2021 13:00
Die Nationale Kinemathek – Das Audiovisuelle Institut aus Warschau ehrt Krzysztof Kieślowski, einen der größten Regisseure Polens, zu seinem 80. Geburtstag am Sonntag mit einem besonderem Abend.
Krzysztof Kieślowski
Krzysztof Kieślowskifot. © FINA

Der Abend beginnt mit einem dokumentarischen Porträt voller brillanter Reflexionen und Anekdoten von Krzysztof Kieślowski, einem der inspirierendsten und angesehensten polnischen Filmregisseure in der Welt. Die Dokumentation „I’m so-so“ wurde von den Mitarbeitern und Freunden des Regisseurs gezeichnet. Neben dem Künstler Kieślowski wird der Mann Kieślowski sichtbar: sanft, intelligent und stur.

Die Diskussion „Kieślowski – damals und heute“ wird versuchen, auf die Frage „Wie kann man Krzysztof Kieślowskis Kino Jahre später betrachten?“ eine Antwort zu geben. Diskutieren werden  Krzysztof Zanussi (Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent, Leiter des Filmstudios „Tor“), Feliks Falk (Filmregisseur, Drehbuchautor, Dramatiker) und Katarzyna Surmiak-Domańska (Journalistin, Reporterin, Autorin des Buches „Kieślowski. Zbliżenie“ / „Kieślowski. Nahansicht“).

Den Abend krönt eine Freilichtvorführung des digital rekonstruierten Films „Przypadek“ von 1981, auf Deutsch bekannt als „Der Zufall möglicherweise“ in seiner vollständigen, unzensierten Fassung!

„In dem formal herausragenden Film tritt neben die scharfsichtige Analyse der politischen Umbruchssituation in Polen zu Beginn der 80er Jahre die Analyse der existentiellen Problematik des moralisch richtigen Handelns“, schrieb das deutsche Filmportal FILMDIENST über den Film.

Er setzt sich mit der Partei und den im Untergrund tätigen Oppositionellen auseinander. Am Beispiel von drei Versionen des Lebenslaufes des Protagonisten Witek Długosz untersucht der Regisseur die Rolle des Zufalls und des Determinismus als Faktoren des menschlichen Schicksals.


INFO A. Łuba