Polen arbeite daran, Energie aus umweltfreundlichen Quellen zu gewinnen, aber der Prozess werde Zeit brauchen, sagte Jarosław Kaczyński, der Vorsitzende der regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) am Dienstag. "Nach Ansicht vieler Wissenschaftler, hat sich das Erdklima durch menschliche Aktivitäten verändert. Wir sind uns dessen bewusst, dass etwas dagegen unternommen werden muss", sagte Kaczyński dem Polnischen Rundfunk.
Wie er hinzufügte, sei Polen auf der Suche nach erneuerbaren Energiequellen. “Windparks in der Ostsee, Gaskraftwerke und auch Atomkraftwerke sind unsere Zukunft”, betonte der Politiker.
Die Energiewende sei für Polen jedoch eine größere Herausforderung als für andere EU-Länder, "und wir erwarten, dass dies berücksichtigt wird". Kaczyński forderte die Europäische Kommission auf, "kein zu schnelles Tempo der Transformation vorzugeben".
Auf die Frage, ob Polen sein Veto gegen das neue EU-Klima- und Energiepaket "Fit for 55" einlegen wird, mit dem die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 Prozent gesenkt werden sollen, antwortete Kaczyński:
"Das wissen wir noch nicht, aber wir erwägen von unserem Vetorecht Gebrauch zu machen, wenn Brüssel weiterhin den Zugang zu den Wiederaufbaufonds im Streit um die Rechtsstaatlichkeit verbietet".
IAR/jc