Die Arbeiten am Bau der Landabschnitte der Baltic Pipe in Dänemark können wieder aufgenommen werden. Die dänische Umweltschutzbehörde hat eine Umweltgenehmigung erteilt, teilten die Gasfernleitungsbetreiber Gaz-System und Energinet am Dienstag mit. Die vorherige Umweltgenehmigung wurde Ende Mai 2021 von Kopenhagen widerrufen. Die Entscheidung der dänischen Umweltbehörde ermöglicht die Wiederaufnahme der Bauarbeiten an den gestoppten Abschnitten der Leitung, hieß es in einer Mitteilung.
"Der ursprüngliche Termin für die Inbetriebnahme der Baltic Pipe wird sich nicht ändern" und ist für den 1. Oktober geplant, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme auf Twitter.
Die Gasleitung, die Teil der Bemühungen Warschaus ist, die Gasversorgung zu diversifizieren und die Energieabhängigkeit des Landes von Russland zu verringern, hat nach offiziellen Angaben im vergangenen Jahr von der polnischen Ostseeküste aus Dänemark erreicht.
Die Baltic Pipe soll im Oktober 2022 mit einer Anfangskapazität von 2 bis 3 Milliarden Kubikmetern pro Jahr in Betrieb genommen werden und ab Anfang nächsten Jahres ihre volle Kapazität erreichen. Letztendlich soll die Leitung jährlich 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Norwegen über Dänemark nach Polen transportieren können.
Präsident Andrzej Duda bezeichnete die Baltic Pipe im Jahr 2019 als "ein strategisches Projekt für die Energiewende in Polen sowie für die Energiesicherheit der gesamten Region Mittel- und Osteuropas."
PAP, tvp.info/ps