Deutsche Redaktion

Hoher Beamter: Eine der größten humanitären Krise in UNO-Geschichte

06.03.2022 10:00
"Wir haben es mit der größten humanitären Krise in Europa und einer der größten in der Geschichte der UNO zu tun", sagte Krzysztof Szczerski, Polens ständiger Vertreter bei der UNO.
Uchodźcy na polsko-ukraińskim przejściu granicznym w Dorohusku
Uchodźcy na polsko-ukraińskim przejściu granicznym w DorohuskuPAP/Wojtek Jargiło

Der Ständige Vertreter Polens bei der UNO wies im staatlichen Fernsehen darauf hin, dass "dieses Ausmaß der Migration mit nichts bisher Bekanntem zu vergleichen ist". "Im gesamten Jahr 2015 kamen weniger Migranten nach Europa, als in sieben Tagen aus der benachbarten Ukraine in unser Land. Damals kamen im gesamten Jahr etwas mehr als 900 000 Migranten nach Europa. Und schon jetzt sind mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine ausgewandert, davon allein 800 000 nach Polen", sagte der polnische Diplomat.

Szczerski schätzte ein, dass wir es nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine "mit einer humanitären Krise von bisher unbekanntem Ausmaß zu tun haben". "Der Leiter des Flüchtlingsamts der Vereinten Nationen sagte, er habe so etwas noch nie gesehen, und er befasse sich seit 40 Jahren mit diesem Thema. Wir haben es also mit der größten humanitären Krise in Europa und einer der größten in der Geschichte der UNO zu tun", sagte er.

Krzysztof Szczerski dankte den Polen für ihre Hilfe für die Flüchtlinge aus der Ukraine. "Was Sie in Polen tun, wird heute in der ganzen Welt wahrgenommen. Es gibt eine außergewöhnliche Welle der Anerkennung für Polen, auch hier bei der UNO". Szczerski kündigte an, dass Polen bald "systematische, organisierte Hilfe von der ganzen Welt" in dieser Krise erhalten wird. "Denn mit der jetzigen Hilfe werden wir nicht auskommen. Damit würde niemand zurechtkommen ", fügte er hinzu.


IAR, rp.pl/ps