Die Abgeordnete der schwedischen Grünen Partei begleitete eine Gruppe von sechshundert Flüchtlingen, die von der polnisch-ukrainischen Grenze nach Schweden gereist sind. In ihrem Kommentar schrieb Hirvonen, dass die Schweden jahrelang auf das Modell des Wohlfahrtsstaates gesetzt haben, in dem sich die Behörden um alles kümmern, während in Polen das Modell der "Solidaritätsgesellschaft" zu funktionieren scheint.
"Wenn die gleiche Situation in Schweden herrschen würde, würde man wahrscheinlich von einer 'sozialen Krise' sprechen. Aber es gibt keine Krise in Polen. Die Krise ist auf der anderen Seite der Grenze - in Charkiw, Mariupol und Tschernihiw", schrieb Hirvonen.
Sie nannte auch Beispiele für viele ukrainische Familien, die vom Krieg schwer getroffen wurden und die in Polen nach dem Grenzübertritt sofort von Freiwilligen betreut wurden.
"Wenn ich in Nynäshamn von der Fähre komme, ist alles sehr gut organisiert. Vertreter der Migrationsbehörde sind am Bahnhof, die Busse stehen bereit. Der Veterinärdienst überprüft, ob die Tiere, die mit den Flüchtlingen aus der Ukraine gekommen sind, geimpft sind. Aber es sind keine Freiwilligen mit Sandwiches zu sehen...", schrieb Annika Hirvonen in ihrem Kommentar für die Zeitung "Expressen".
IAR/ps