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Erneuter russischer Angriff auf Stahlwerk Azowstal

04.05.2022 11:03
Die russischen Streitkräfte haben am Dienstag nach dem Scheitern eines Waffenstillstands erneut das Werk Azowstal in Mariupol in der Ostukraine mit Raketen beschossen, informierte die Nachrichtenagentur Reuters.  
Die Belagerung von Mariupol, bei der sich russische und ukrainische Streitkrfte seit fast zwei Monaten gegenseitig beschieen, hat die Hafenstadt in ein dland verwandelt, mit einer unbekannten Zahl von Todesopfern. Tausende versuchen ohne Wasser, sanitre Anlagen oder Lebensmittel zu berleben.
Die Belagerung von Mariupol, bei der sich russische und ukrainische Streitkräfte seit fast zwei Monaten gegenseitig beschießen, hat die Hafenstadt in ein Ödland verwandelt, mit einer unbekannten Zahl von Todesopfern. Tausende versuchen ohne Wasser, sanitäre Anlagen oder Lebensmittel zu überleben.ALEXANDER ERMOCHENKO/Reuters/Forum

Während einige Zivilisten weiterhin seit Wochen unter dem riesigen Gelände eingeschlossen sind, gelang es einer großen Zahl von Evakuierten am Wochenende, unter dem Schutz der UN und des Roten Kreuzes, das Stahlwerk zu verlassen.

Die Stadt steht unter russischer Kontrolle, aber einige Kämpfer und Zivilisten halten sich in den Azowstal-Werken verschanzt - einer riesigen Anlage aus der Sowjetära, die unter Josef Stalin gegründet wurde und mit einem Labyrinth von Bunkern und Tunneln gegen Angriffe geschützt ist.

Am Dienstag wurde auch die westukrainische Stadt Lwiw, die bisher vom Krieg weitgehend verschont geblieben ist, von russischen Raketen getroffen, wie der Bürgermeister der Stadt, Andryj Sadowyj, mitteilte. Laut Reuters sagte Sadowyj, die jüngsten Luftangriffe hätten Kraftwerke beschädigt, so dass in einigen Stadtteilen der Strom ausgefallen sei.


Reuters/ps