Sebastian Kaleta sagte in der litauischen Hauptstadt Vilnius, dass es seinem Ministerium bisher gelungen sei, über 1.000 Beweisstücke in Form von Zeugenaussagen sowie Fotos und Videoaufnahmen zu sammeln. Er fügte hinzu, dass polnische Staatsanwälte Personen befragt hätten, die vor dem Krieg nach Polen geflohen und entweder Opfer oder Zeugen russischer Kriegsverbrechen waren. Er wies darauf hin, dass die polnischen Ermittlungen Teil einer umfassenderen Untersuchung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag sind.
Die am 2. März eingeleitete Untersuchung "wird inzwischen von 41 Mitgliedsstaaten des Gerichtshofs unterstützt, darunter außereuropäische Länder wie Australien, Kanada, Kolumbien, Japan und Neuseeland", sagte Kaleta auf der Konferenz.
Polnisch-ukrainisch-litauische Ermittler mit Hilfe des IStGH
Inzwischen ist Polen auch Teil einer gemeinsamen Untersuchung mit der Ukraine und Litauen, die darauf abzielt, Beweise für russische Kriegsverbrechen in der Ukraine zu sammeln, um die Täter vor Gericht zu stellen, fügte Kaleta hinzu. Er sagte, der Chefankläger des IStGH, Karim Khan, habe "eine beispiellose Entscheidung getroffen, sich an dieser Untersuchung zu beteiligen", und fügte hinzu, dass diese Unterstützung "für die Arbeit der Ermittler von entscheidender Bedeutung" sei.
Kaleta rief auch in Vilnius Länder, "die die Ermittlungen des IStGH-Anklägers und die Dokumentation der auf ukrainischem Territorium begangenen Verbrechen stärker unterstützen möchten, auf, sich dieser Ermittlungsgruppe anzuschließen."
PAP, gov.pl/ps