Deutsche Redaktion

Präsident: Polen schließt sich Kampf gegen Welthunger an

28.05.2022 08:21
Polen wird sich dem Kampf gegen die globale Hungersnot anschließen, falls ukrainische Agrarexporte weiterhin von Russland blockiert werden. Das versprach Präsident Andrzej Duda bei einer landwirtschaftlichen Zeremonie am Freitag. 
Andrzej Duda
Andrzej Dudatwitter.com/prezydentpl

Wie Duda betonte, könnte der Krieg in der Ukraine die globale Nahrungsmittelversorgung stören, weil „die Ukraine auf vielen Märkten den Kern der Importe von Getreide, Sonnenblumenöl und vielen anderen landwirtschaftlichen Produkten darstellt." Zumal das Land brutal angegriffen und seine Häfen von Russland blockiert werden, „wissen wir nicht, wie viel der diesjährigen Ernte die Ukraine in die Welt exportieren kann“, fügte Duda hinzu.

„Polnische Ernte könnte Leben retten“

Duda stellte fest, dass Polen inzwischen „seine Lebensmittel zunehmend in die ganze Welt exportiert“.

In einer Ansprache an die versammelten Landwirte sagte der Präsident weiter: „Vielleicht gehen Ihre Feldfrüchte aus diesem Jahr nach Afrika, nach Südamerika, an viele andere Orte, wo sie Leben retten werden.“ Er wandte sich an die Landwirte mit den Worten: „Bitte verwalten Sie Ihre Farmen so gut Sie können. Möge Ihre Ernte dieses Jahr so gut wie möglich sein".

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine Ende Februar sind die ukrainischen Exporte landwirtschaftlicher Produkte über die traditionelle Schwarzmeer-Route blockiert. Russlands Präsident Wladimir Putin sagte kürzlich, er könne die Lieferungen freigeben, wenn der Westen die Sanktionen aufhebt, die er gegen Moskau wegen der Invasion der Ukraine verhängt hat.


IAR, PAP/ps